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Die zionistischen Saboteure haben sich demaskiert

Serge Thion

 

Zur Pariser Palästinademo am 31. März 2001 aus Anlaß des Tages des Bodens

Wenn es einmal im Jahr eine Gelegenheit für die Palästinenser gibt, sich zu versammeln und ihre grundlegendste Forderung zu stellen, dann ist es, was sie den al Yom al Ard nennen: der Tag des Bodens. Sie erklären laut und deutlich ihr Recht auf ihr Land, womit nicht, wie manche Gestörte denken, die 1967 besetzten Gebiete gemeint sind, sondern das ganze palästinensische Land, das schon lange vor 1948 mit halblegalen und finanziellen Mitteln okkupiert wurde und das von den Juden mit militärischer Gewalt 1948 und danach besetzt wurde. Diese fundamentale Forderung ist die Grundlage des Rechts auf Rückkehr der vier Millionen vertriebenen Palästinenser, der Rückkehr, die notwendigerweise die Abschaffung des "Israel" genannten Terror-Instruments nach sich ziehen wird.

Das Fest dieses Jahr zu feiern war wegen des Wiederbeginns der Intifada, dieses Mittels des Kampfes der palästinensischen Massen, die nach sieben Jahren fadenscheiniger Verhandlung mit dem Kindermörder-Regime einfach nicht mehr können, besonders wichtig und notwendig.

Im Milieu der Sozialoiden und Kaviarlinksradikalen geht es ganz besonders darum, die Demonstrationen, die den Tag des Bodens zum Thema haben könnten, zu kontrollieren. Parallel zur Wiederkehr des Krieges der Steine ging es den Pariser "linken Juden" darum, ihre Hegemonie auszuüben, um die Forderung der Palästinenser nach einem Angriff auf die Existenz Israels zu verhindern. Die palästinensischen Forderungen zu beschränken, herunterzuschrauben, zu verwässern und zu schwächen ist das Ziel aller politischen Bewegungen, die sich jüdisch bezeichnen, und aller politischen Bewegungen, in denen Juden eine wichtige Rolle spielen: Das fängt beim Terror des typisch faschistischen Tagar-Bétar an, der unter Kontrolle des Mossads den Likud unterstützt. Weiter geht es mit Organisationen wie der MRAP oder die LICRA, die auf die ideologische Kontrolle all dessen spezialisiert sind, was vom Stamme Israel ist; beide kontrollieren die potentiellen Staatsbürger Israels, die die Juden kraft des Rückkehrgesetztes sind. Und es geht hin bis zur Sozialistischen Partei, die sich in der Person Jospins vor den Mördern aus Tel Aviv niederwirft, und vielen anderen kleinen Organisationen, die sich der Verteidigung eines Staates Israel verschrieben haben, die die schmutzigen Dinge des Staates Israel, die er zur Zeit offensichtlich jeden Tag vor den Fernsehkameras tut, einfach leugnen. Man sollte sich daran erinnern, daß es die Sozialisten waren, die Israel die Atomwaffen gegeben haben, und die mit Israel 1956 das Suez-Ding gedreht haben. Was die "linken Juden" angeht, so ist deren Position mal so mal so: mal beteiligen sie sich am Sechs-Tage-Krieg in der israelischen Armee, mal kritteln sie an den "Übergriffe" von Gewalt herum.

Es gibt Leute, und das ist ihr Recht, die ihre Solidarität mit den Palästinensern zum Ausdruck bringen wollen oder dies zumindest behaupten. Aber es gibt solche und solche Palästinenser: Es gibt die einen, die in den Pariser Salons herumsitzen und sich wichtig machen die Arafatnahen, die Slalomfahrer von Oslo, die nichts anderes im Blick haben, als ihren kleinen Posten in einem zukünftigen Anhängselstaat zu ergattern, der ihnen oktroyiert wird und mit dem sie genau die schmutzige Arbeit machen sollen, die ihre israelischen Herren von ihnen verlangen: die von Wachhunden mit Halsband, Hundehütte, Chappi und einem Knochen im Ausland. Und es gibt die anderen, die nicht in Paris sind oder in Bern oder Neu Jork, sondern in Ramallah oder in Nablus. Die auf den Straßen kämpfen, die bombardiert werden, die mit einer Sperrstunde zu tun haben, kein Geld haben, keine Schulen, keine Ärzte, die nur Steine haben und einige Gewehre, um gegen die mächtigste Arme des Nahen Osten zu kämpfen.

Zum Tages des Bodens am 30. März 2001 haben einige Gruppen, die an einer "Plattform für Palästina" teilnehmen, ihre amputierenden Losungen aufzwingen wollen: "Rückzug aus den im Jahre 1967 besetzten Gebieten! Bildung eines palästinensischen Staates! Schaffung einer zwischen den Kontrahenten stehenden Kraft!" Nichts von dem hat etwas damit zu tun, was die Palästinenser unter "Tag des Bodens" verstehen. Sie haben die Plattform säubern und die Leute rausschmeißen wollen, die ihnen zu radikal, nicht genug auf Oslo-Linie vorkamen. Diese Gruppen haben versucht, andere Aktivisten hinauszudrängen, und müssen benannt werden: die Vereinigung der Palästinenser in Frankreich (Association des Palestiniens de France Arafatisten), Jüdische Union Frankreichs für den Frieden (Union Juive Française pour la Paix, UJFP, wahrscheinlich kommunistische U-Boote), Revolutionärer Kommunistischer Bund (Ligue Communiste Révolutionnaire mondäne, von der Sozialistischen Partei gekaufte Trotzkisten). Am Ende haben sie beschlossen, den Tag des Bodens überhaupt nicht mehr stattfinden zu lassen. Keine Demo mehr! Jetzt glaubten sie ihre Ruhe zu haben.

Doch einige propalästinensische und proirakische Soligruppen haben sich für den Widerstand entschieden und weiter zur Demo am 31. März auf dem Platz der Nation aufgerufen.

Die Saboteure hätten sich damit zufrieden geben können, nicht auf einer Demo zu erscheinen, die sie nicht mehr unterstützten. Sie sind trotzdem gekommen mit ein paar Leuten und haben versucht, die Demo von außerhalb kaputtzumachen. Und sie glaubten in Flugblättern der Vieille Taupe dafür einen Vorwand gefunden zu haben -- Flugblätter, die von allen Seiten her abgesichert waren. Zwei Provokateure der Jüdischen Union Frankreichs griffen eine Person an, die diese Flugblätter in einem Beutel hatte. Eine beherzte Reaktion des Ordnerdienstes führte zur Ausweisung der Provokateure und zur Übergabe an die Polizei. Diese bedauerte zwischen den Zähnen, daß die Provokateure nicht von den Demoteilnehmern etwas "aufgefrischt " worden sind. Diese spitzenmäßigen Ordner waren von der Partei der französischen Moslems, die eigens für diese Demo aus Straßburg gekommen waren. Die sowohl enthusiastischen als auch disziplinierten Aktivisten haben für den erfolgreichen Verlauf dieser Demo gesorgt.

Im Moment des Abmarsches in Richtung der Bastille kam ein weiterer Provokateur von der UJFP sich darüber beklagen, daß wir gegen das Prinzip der Laizität verstoßen würden. Man versuchte die Polizei davon zu überzeugen, daß wir "negationistische" Flugblätter verteilten, was überhaupt nicht der Fall war. Damit haben sie klar ihr Ziel zu erkennen gegeben: die Demo von den Bullen verbieten zu lassen. Was die UJFP und ihre Spießgesellen unter "Unterstützung der Palästinenser" verstehen, ist klar: Friedhofsruhe.

Kurz gesagt gab es seit sehr langer Zeit wieder einmal eine würdige und ordentliche Demo in Paris, wo die maskierten Zionisten nichts mehr zu sagen hatten. Die volle und ganze Solidarität mit den kämpfenden Massen wurde lautstark durch Paris getragen. Der Kampf gegen den Zionismus beginnt hier: im Herzen der propalästinensischen Unterstützungsbewegung. Die Zionisten versuchen diese zu unterwandern und zu kontrollieren, indem sie mit lächerlichen, von ihnen selbst formulierten Forderungen den Ton angeben wollen. Damit wollen sie den Apparat des Terrors und des Raubes schützen, mit dem sie sich trotz aller vorgegaukelten "Kritik" und Gedankenakrobatik letztendlich auf eine mehr oder minder ethnisch bedingte Art solidarisch verhalten.

Lange glaubten die propalästinensischen Solidaritätsorganisationen jenen schleierhaften "Juden von links" einen Raum geben zu müssen, die sich mit solch gut klingenden Vokabeln wie "anti-imperialistisch", "fortschrittlich" usw. schmücken. Diese Zeit ist vorbei. Die Demonstration vom 31. März hat gezeigt, daß wir auf die verdeckten zionistischen Saboteure verzichten können und müssen. Nachdem wir diese "moderaten" Undercover-Zionisten und diese schändlichen Kollaborateure von Arabern, die nicht zugeben, daß sie ein fadenscheiniges Existenzrecht Israels verteidigen, rausgeschmissen haben, erklingt der Ruf "Freiheit für Palästina!" um so reiner und radikaler. Und dann stehen wir mitten in der Realität des blutigen, verleumdeten Kampfes unserer palästinensischen Brüder, die an der Spitze des Aufstandes leise aber bestimmt das erste der Menschenrechte aussprechen: das Recht auf Existenz.


2. April 2001

AUTO Nr. 7 (Juni 2001) / Palästina
Zuerst am Internet:
<http://www.chez.com/nationalanarchisten/Auto7/ThionDemo/thiondemo.html>


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