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Genozid als politischer Kuhhandel

 

Serge Thion


Unmittelbar nach der Unterzeichnung des Pariser Friedensabkommens für Kambodscha in der Avenue Kleiber, wo auch 1973 das Friedensabkommen für Vietnam unterzeichnet worden war, hielt Roland Dumas, der französische Außenminister, zusammen mit dem Prinzen Sihanouk und Perez de Cuellar, dem Generalsekretär der UN, eine Pressekonferenz. Ein frecher Journalist zitierte direkt aus der "UN-Konvention zur Verhinderung und Bestrafung der Verbrechen des Völkermordes", einem Abkommen, dem Frankreich wie die Mehrzahl aller Staaten angehörte, und wies darauf hin, daß, solange kein ad-hoc-Gerichtshof installiert wäre, jeder Staat verpflichtet ist, gegen die Verletzer dieses Abkommens zur Tat zu schreiten. Aus dem Text ging klar hervor, daß Frankreich verpflichtet ist, Khieu Samphan und Son Sen, die Unterzeichner der Roten Khmer, zu verhaften und sie nach internationalem Recht wegen des Verbrechen des Völkermordes anzuklagen.

Die Antwort war so, wie man sie von einem echten Staatsmann erwarten durfte. Er zuckte die Schultern und lachte. Keine Sorge, sagte er zu dem frechen Journalisten, wir haben sehr gute Juristen (er selbst ist berühmter Jurist). Egal welches Problem uns bedrückt, sie finden immer die richtige Lösung. Seine Wort drückten den totalen Zynismus der Macht aus: Sollten Verträge der Tagespolitik widersprechen, sind sie nicht mehr wert als das Papier, auf dem sie geschrieben sind. Sich auf das Recht berufen, heißt ins Leere reden.

Während ich dies im Garten des Königspalastes von Phnom Penh schreibe, tagt im Inneren der Höchste Nationalrat zum zweiten Mal. Mit dabei Khieu Samphan, Repräsentant der Reste des Pol Pot Regimes, das im Frühjahr 1979 durch vietnamesische Truppen besiegt wurde. Begleitet wurde er von einer starken Militäreskorte -- besonders beliebt ist er nicht in Phnom Penh.. Während seines Fluges von Bangkok beklagte er sich beim amerikanischen Korrespondenten Nate Thayer, daß einige westliche Regierungen den "Friedensprozeß" aus Abneigung gegen die gleichberechtigte Beteiligung der Roten Khmer zum Entgleisen bringen wollen. Ganz verkehrt ist es nicht, was er sagt.

Als James Baker seine Rede bei der Pariser Friedenskonferenz hielt, meinte er beiläufig, daß die US-Regierung zur Zeit nicht beabsichtige, über diejenigen zu Gericht zu sitzen, die für die Schrecken der Vergangenheit in Kambodscha verantwortlich sind, zumal man im Begriff sei, einen Vertrag zu unterzeichnen, der ihnen rechtmäßigen Anteil an der Macht einräume. Dies war das erste Mal, daß ein hochrangiger US-Repräsentant einen derartigen Gedanken öffentlich äußerte. (1)

Monsieur Dumas quittierte den Widerspruch mit einem Lächeln. Doch Baker kennt kein Lächeln. Er möchte zwei Ziele gleichzeitig erreichen -- ein Abkommen mit den Roten Khmer und die moralische und rechtliche Distanzierung von ihnen --; seine rechte Hand möchte nicht wissen, was seine linke tut. Während Monsieur Dumas für die Idee, internationales Recht bände souveräne Staaten, nur Spott übrig hatte, war Mr. Baker etwas subtiler. Er deutete an, daß ein Gericht, wenn auch nicht jetzt, so doch in der Zukunft, zum Beispiel auf Verlangen der kambodschianischen Regierung, stattfinden könne. Pol Pot könnte das als Doppelzüngigkeit sehen.

In den Wochen danach wurde in der Westpresse über die Umstände, die zu einem Gericht über den Völkermord der Roten Khmer führen könnten, spekuliert. Genährt wurden diese Spekulationen durch Äußerungen kambodschanischer Führer. Doch bisher hat noch niemand die Initiative ergriffen, und Seine Hoheit, Prinz Sihanouk, sagte bei seiner Rede im Königspalast am 16. November, daß man Pol Pot erst fangen müsse, bevor man ihn hängen könne. Dabei helfen kann vielleicht der Oberbefehlshaber der Königlichen Thai-Armee, General Suchinda Kaprayoon, der ihm kürzlich von einer sehr angeregten Unterhaltung mit Pol Pot berichtet habe. Dann sagte der offensichtlich erzürnte Prinz noch, daß er das Genozidmuseum in Tuol Seng nicht besuchen werde.

Jeder weiß, daß Pol Pot die vergangenen Jahre ziemlich bequem in der thailändischen Stadt Trat verbracht hat, versorgt mit chinesischem Geld, geschützt von der königlichen Thaiarmee und vom "CIA Border Network" ohne allzu aufwendige Geheimhaltung unterstützt. So war er in der Lage, die Roten Khmer in Kamboscha politisch und militärisch zu dirigieren, die lokalen Kommandeure zu führen und weiterzubilden und die jeweilige politische Linie durchzusetzen. (2) Zwar gehört er nicht mehr zum öffentlichen Leben, da die Chinesen wissen, welch unangenehmen Klang sein Name im Westen hat, doch braucht er nichts zu fürchten. Sollte man später versuchen, ihn vor Gericht zu bringen, würde dies auch die Bedeutung der Roten Khmer als Waffe gegen das kommunistische Vietnam schrumpfen lassen. Selbstverständlich wird dann die moralische Bedeutung des Falles ebenfalls gemindert sein.

 

Das Thema bleibt jedenfalls aktuell, unabhängig von der Frage, wie die Menschenverluste qualifiziert werden, die unter der Herrschaft der Kommunistischen Partei in Kambodscha, mit Pol Pot als höchstem Repräsentanten, zu beklagen waren, und wie das juristisch beurteilt wird. Bevor wir den Begriff "Genozid" weiter diskutieren, müssen wir einige Tatsachen betrachten.

Ben Kiernan sammelte die wenigen Informationen, die in den Jahren nach der Niederlage des Demokratischen Kambodscha durchgesickert waren. Meist stammen sie von Einzelpersonen, die über die Grenze kamen.(3) Keine Institution unternahm auch nur den geringsten Versuch, diese Informationen zu sammeln und auszuwerten, lediglich die CIA stellte Schätzungen auf Grundlage einiger Hypothesen an, die ziemlich problematisch sind.(4) Man muß sich im Klaren darüber sein, daß wir keine exakten Zahlen besitzen und daß wir wahrscheinlich niemals weiter kommen werden, da die "Killing Fields" ohne Buchhaltung durchgeführt worden sind. Von den wenigen Augenzeugenberichten, die auftauchten, sind die meisten nicht erreichbar. Auch sitzen die Mörder noch im Dschungel. Es gibt keine exakten Zahlen über die Bevölkerungsgröße von 1970, auch nicht über die vom Ende des Mordens 1975, nicht von der Flucht Pol Pots 1979 und nicht von jetzt. Sie sind nicht vernichtet worden -- sie haben niemals existiert.

Khmers kennen keine Registrierung und ändern ihren Namen, wenn sie es für richtig halten.

Wenn ich die wenigen Schätzungen und meine eigenen Befragungen in Betracht ziehe, muß man wohl eine Zahl zwischen einer und 1,5 Millionen Toten akzeptieren. Vergessen wir nicht, daß diese Zahlen auf Befragungen von Flüchtlingen über das Schicksal ihrer Familienangehörigen, die sie für tot oder vermißt halten, beruhen. Natürlich könnten einige dieser Personen tatsächlich noch am Leben sein. Der Suchdienst des Roten Kreuz, Khmer-Zeitungen und Fernsehen bemühen sich nicht ganz erfolglos um Informationen über Opfer und Vermißte. Doch die Zahl derjenigen, die auf diese Weise entdeckt werden, ist gering.

Khmer haben auch Personen als Opfer angegeben, die zwar Freunde und Nahestehende sind, jedoch nicht Familienangehörige im eigentlichen Sinne. Diese Personen können von verschiedener Seite als Opfer reklamiert worden sein. Auf diese Weise mögen Doppelzählungen entstanden sein. Der Betrag, der aus diesen Doppelzählungen resultiert, war in den frühen Untersuchungen an der Grenze sicherlich hoch und könnte zu den Schätzungen von 3 Millionen Opfern geführt haben, falls diese überhaupt auf seriöser Arbeit beruhen, was ich bezweifle.


Die Tötungen hatten drei Hauptgründe:

Zuerst, nach dem Zusammenbruch des 17. April 1975, wurden Anhänger des Lon-Nol- Regimes in großer Zahl umgebracht. Offensichtlich gab es eine zentrale Entscheidung, diese Menschen zu töten, quasi als Erweiterung des Todes, den man den sieben "Superverrätem" geschworen hatte, die das alte Regime repräsentiert hatten. Zwischen 100000 und 200000 wurden auf diesen Blankobefehl hin exekutiert, Verwandte inbegriffen. Natürlich traf diese Charakterisierung nicht auf jedes der Opfer in gleicher Weise zu. Man wollte jeden, der in irgendeiner Form irgendwie mit der alten Macht und der alten Gesellschaft zu tun hatte, ausrotten, damit jede Möglichkeit der Entstehung einer der Revolution feindlichen Bewegung von vorneherein aussgeschlossen ist.

Auch gab es innerparteiliche Säuberungen. Das Bedürfnis der Parteiführung, sich als einzige Quelle der Autorität zu etablicren, führte zu Morden an Untergebenen, von Gruppen und Kommandoeinheiten, meist mit ihren Familien, Untergebenen und Nahestehenden, von denen die Roten Khmer annahmen, daß sie intellektuelle oder politische Ambitionen haben, die nicht zu hundert Prozent vom Zentrum inspiriert sind. Das wurde Säuberung der Partei genannt, und jede neue Säuberungswelle erhöhte den notwendigen Reinheitsgrad. Mehrere 10000 Personen wurden entsprechend erfaßt, viele von ihnen nach dem Geständnis imaginärer Untaten. Die Gesamtzahl dürfte bei 200000 liegen, wenn wir die Ermordung von zivilen Nichtparteimitgliedem in der östlichen Zone 1978 einbeziehen.

Schließlich gab es auch die sogenannten Tötungen infolge von Amtsanmaßungen. Lokale Kader, meist ungebildete Bauern oder schlecht ausgebildete Lehrer, waren zu Macht gekommen, weil sie im Kriege erfolgreich niedrige Führungspositionen ausgefüllt hatten. Ihren Mangel an Legitimität, Kompetenz und Machtfülle kompensierten sie auf so extrem autoritäre Weise, daß sie teilweise jeden töteten, der nicht die Maske völliger Unterwürfigkeit zeigte. Es ist unmöglich, die Anzahl dieser Morde zu schätzen, die nicht auf zentrale Anordnung geschahen, sondem aus dem seelischen Profil unreifer Personen resultierten, doch war diese Zahl jedenfalls sehr hoch.

Weil diese Wirkungskräfte auch heute noch virulent sind, dürfen wir sie nicht aus den Augen lassen, insbesondere angesichts der Tatsache, daß derzeit 70 Prozent des Heeres demobilisiert werden. Die persönliche Schwäche und auch der Mangel an institutioneller Bindung in der Gesellschaft können bei Herausforderung der Autorität zu sehr gewalttätigen Resultaten führen. Möglicherweise kommt das von der althergebrachten Bildung und Erziehung aus der Zeit, als eine sklavische Unterordnung unter den Herrscher gefordert war und Autorität niemals, aus welchen Gründen auch immer, in Frage gestellt werden durfte.(5)

Wie auch immer, alle drei Kategorien von Massenmord hatten das gleiche Ziel, einen völlig neuen Machttypus zu schaffen, einen völlig neuen Menschentypus zu entwerfen, entnommen sozialen Schichten, aus denen niemand jemals zuvor hatte hoffen können, an die Spitze zu kommen. Im Kern handelte es sich um eine Revolution, wenn auch eine Revolution, die auf nackter Gewalt basierte. Es gibt politische Umwälzungen, die nicht Revolutionen sind, es gibt auch Revolutionen, die völlig unblutig stattfinden. Das mögen Philologen entscheiden, doch sollten wir uns daran erinnern, daß das alte Regime bis 1970 seine Opponenten auch nicht gewaltlos bekämpfte. (6). Sihanouks Regime (7) trieb die zukünftigen Revolutionäre in die Wälder, aus denen sie 1975 wieder hervorkamen, um die Macht an sich zu reißen.


Dies mag uns auf einen weiteren Aspekt der Problematik verweisen: Was sind die sozialen, politischen und ökonomischen Bedingungen des Genozids in Kambodscha gewesen?

Offensichtlichste Bedingung war der Krieg, der im Jahre 1975 ein politisches Vakuum in Kambodscha hinterließ. Nach der Revolte vom 17. März 1970 begann der Krieg als eine Art Nebenschauptatz des amerikanischen Krieges gegen die vietnamesischen Kommunisten. Schnell zerbrach die Khmergesellschaft mit der kleinen städtischen Bourgeoisie, die auf Dollar und Konsum aus war, und der traditionellen Landbevölkerung, die von moderner Ökonomie weitestgehend unberührt war. Das Demokratenregime enttäuschte bald jegliche Hoffnung auf Reformen und verlor den Krieg. Doch die Kämpfe gingen in der Form von massiver Zerstörung der ländlichen Räume aus der Luft weiter.

Die wichtigste politische Entwicklung in dieser Zeit resultierte aus dem Absatz im Pariser Abkommen von 1973, der die vietnamesische Armee verpflichtete, Kambodscha zu verlassen, damit der -- wenngleich naive -- Versuch unternommen werden könne, das Lon-Nol-Regime zu erneuen. Nun beschlossen die Vietnamesen, die ländlichen Gebiete Pol Pot zu überlassen, der unverzüglich begann, all diejenigen auszurotten, die seinem Führungsanspruch gefährlich werden könnten, die "Abweichler" sind und vor allem diejenigen, die nicht unter seinem direkten Befehl in der Kommunistischen Partei stehen. Gleichzeitig gingen die heftigsten Bombardements nieder, dieje ein Land gesehen hat und die diktatorische Regierungsform wurde zur Norm, vor allem nach dem April 1975. Ohne diesen Krieg, der ironischerweise die Amerikaner zwang, sich geordnet aus Vietnam zurückzuziehen, hätten Pol Pots Kommunisten das gleiche Schicksal erlitten, wie ihre Genossen in Malaysia, Thailand und Burma -- das Schicksal einer marginalen Partei, ausgehalten von China, sich langsam auflösend.

Der Krieg und wie er geführt wurde bedeutete aber den Untergang aller moderaten und nichtextremistischen Kräfte, lediglich Sihanouk wurde als Symbol in Peking zurückbehalten. Eine kleine Geheimclique stieg auf, bar jeder Kenntnis ökonomischer oder sozialer Organisation. Primitiver Nationalismus schöpfte in ihnen den Glauben, Kambodscha könne Probleme lösen, die anderswo nicht gelöst wurden. Wenn nun alles schief ging, wenn die Kambodschanische Revolution zur Blutorgie wurde, hatte das vor allem intellektuelle und kulturelle Ursachen. Diese "Denker" hatten keine Vorstellung von der komplexen und widersprüchlichen Natur der sozialen Evolution. Sie konnten nicht die Bedeutung ihrer eigenen Gedanken bewältigen; unfähig zu Überzeugen behielten sie entweder ihre Ideologie für sich oder flüchteten sich in Terror und Passivität. (8) Stalin war immerhin Realist. Pol Pot, als eine verwässerte Kopie eines chinesischen Zerrbildes von "Väterchen Stalin", war und ist ein phantasieloser Idealist, ein verträumter Mönch. Das führte zur Tragödie, als ein importierter Krieg ihm Horden verwilderter Jugendlicher anvertraute, die ihre Wünsche blutig verwirklichten. Und auch nachdem dieser Krieg in sein 21. Jahr geht, ist dieser Mann noch da und hält die gleichen düsteren Predigten.


Was waren die Ziele und Methoden der Bewegung der "Roten Khmer"?

Ziel war es, zum ersten Mal seit der fast mythischen Zeit von Angkor einen unabhängigen, von fremden Einflüssen freien Staat zu schaffen, wobei die Rolle Chinas nicht erwähnt wurde. Schon im Jahre 1952 erschien in Paris der erste bekannte Artikel von Pol Pot, in dem er die Zerstörung der Städte, der bürgerlichen Klasse und der als ausländisch angesehenen Religion zur Rekonstruktion der "ursprünglichen Khmer" forderte.

Die Vorstellung einer vor-Hindu, vor-städtisch, vorstaatlich existierenden ursprünglichen Khmergesellschaft, organisiert in Form einer vernetzten Dorfbasisdemokratie, später verfälscht durch die Formen von Repressionsideologie, die aus Europa kamen, wurde von einem brillianten jungen Khmerintellektuellen geschaffen, Keng Vannsak, der Mitte des Jahrhunderts wahrscheinlich den bedeutendsten Einfluß unter den Khmerrevoluzzern ausübte. Wiewohl selbst nicht Marxist, verband er marxistische Elemente mit der Geschichtsvorstellung Rousseaus eines "Vertrages" mit dem Ziele, eine ungefähre Rekonstruktion der Khmergesellschaft zu schaffen, so wie französische Orientalisten sie dargestellt hatten. Obwohl diese Darstellung nicht von Fakten untermauert war, bot sie doch den Vorteil, das Königtum für alles Schlechte verantwortlich zu machen, und die Energien der Unzufriedenen gegen den König und die französischen Kolonialbehörden, die ihn als Marionette zu benutzen schienen, zu richten.

Auf diese Weise gelangen wir mitten in eine Diskussion unter Kolonialhistorikern am Anfang des Jahrhunderts über die Genese der südostasiatischen Gesellschaften. Während der vergangenen 2000 Jahre waren Königreiche entstanden, die sich auf indische kulturelle Elemente stützten, die sogenannten hinduisierten Königreiche. George Coedes, der diese Bezeichnung prägte, schrieb, daß "Kambodscha lediglich ein hinduisiertes Phnong" wäre, hinweisend auf die nicht im königlichen Einflußbereich lebenden Bergstämme, von den Khmer "Wilde" genannt, die einen dem Khmer verwandten Dialekt sprechen. Bewaffnete Expeditionen schafften gelegentlich versklavte Phnong herbei, die alsdann zu Khmer assimiliert wurden. Hier stellt sich natürlich die Frage, wie tief der Inkulturationsprozeß gewirkt hat und was von der vorindischen Kultur übrig geblieben ist.

In Paris wurden Saloth Sar (der spätere Pol Pot) und Keng Vannsak Freunde; und obwohl Vannsak nicht Mitglied der KP wurde, arbeitete man zusammen, agitierte gegen Sihanouk und seine verrottete Allianz mit den Franzosen. Das war Politik von Studenten, doch Vannsak kam nach Phnom Penh zurück und entschied sich, in der Demokratischen Partei zu arbeiten, um diese zu radikalisieren und gegen Sihanouk einzunehmen, der durch seine Zusammenarbeit mit den Kollonialherren angreifbar geworden war. Vannsak versicherte sich der Unterstützung Pol Pots, der zu dieser Zeit bereits einer der Hauptorganisatoren der KP war, um die Partei zu reorganisieren und sie auf die Wahlen vorzubereiten. Sihanouk wiederum bediente sich der undemokratischsten Mittel (9), eine Niederlage der Demokraten und Kommunisten herbeizuführen, und Pol Pot, der nach der Tötung Tou Samouths durch die Geheimpolizei (10) Generalsekretär geworden war, beschloß, sich in die Wälder zu begeben. Niemand anderes als Keng Vannsak schiffte ihn stromaufwärts nach Krauchmar, als er 1963 Phnom Penh verließ, um sich aus dem öffentlichen Leben zurückzuziehen. (11)

Nachdem er einige Zeit in der Basis 100, dem logistischen Zentrum des Vietkong in der nordöstlichen Provinz Rattanakiri, zugebracht hatte, ging Pol Pot von den Vietnamesen zu den Phnong in die Berge. Er studierte das Stammesleben dieser "Urkhmer", die er als Beispiel der Reinheit betrachtete, unbeeinflußt durch Königtum, Buddhismus, Geld oder andere Herrschaftsinstrumente. Er benutzte sie als Leibwächter und ermutigte seine Kader Phnongfrauen zu heiraten. Die "primitive Demokratie", die Vannsak als Gerüst seiner Entwicklungslehre benutzt hatte, transformierte er in eine Strategie, nach der die "reine" Peripherie die verschmutzte Basis umgibt und späterhin im maoistischen Sinne erobert und reinigt.

Diese mehr als zweifelhafte Sicht der Khmergeschichte gestattet uns einen klaren Blick auf Pol Pots Geist und seine beschränkten Geschichtskenntnisse; die utopische Vision eines in der Vergangenheit wurzelnden demokratischen Bauernstaates führt zu der eigentümlichen neuen Staatsbezeichnung "Kambodscha-Demokratie", im allgemeinen "Demokratisches Kambodscha" genannt.

Die Methoden, die benutzt wurden, um mit diesen zweifelhaften nationalistischen Visionen zu den obskuren Ursprüngen eines Landes zurückzukehren, waren die des klassischen asiatischen Kommunismus, von chinesischen und vietnamesischen Instrukteuren gelehrt, doch die Kambodschaner lernten eher mechanisch und verstanden eher die Mittel als das Ziel. Die Mittel waren eine Indoktrination der Jugend (die als "rein" betrachtet wurde) durch eine krypto-buddhistische Moral, welche Bescheidenheit und Gehorsam betonte, und der Gebrauch von Terror statt politischer Propaganda, von der Kambodschaner, im Unterschied zu anderen Asiaten, selten Gebrauch machen.

Der Terror wuchs schrittweise und schuf seine eigenen Organe, die, ähnlich in anderen kommunistischen Organisationen, ihre Ziele ausweiteten und das Heim zu zerstören begannen, in welchem sie aufgewachsen waren. Wenn wir die kurze Pol-Pot-Zeit mit dem Beginn des Kommunismus in der Sowjetunion, der Mongolei, China, Albanien und Jugoslawien vergleichen, wo ebenfalls heimische Bewegungen an die Macht kamen, erstaunt nicht so sehr der Umfang der Zerstörung, der benötigt wurde, um eine völlig neue soziale Ordnung zu errichten. Besonderheiten finden wir im amerikanischen Engagement in dem Chaos, das diese Zerstörung begünstigte, und in der Präsenz von Fernsehteams an den Rändern der Kampffelder. Der rasche Sturz entzog Pol Pot auch die Zeit für eine"Normalisierung". Es gab Anzeichen, daß er in diese Richtung strebte. Wer erinnert sich schon noch der Aufstiegszeit von Choibalsan (12), Kim Il Sung oder Enver Hodscha?


Was waren die Resultate? Wer waren die Opfer? Wieviele gab es?

Teilweise habe ich diese Fragen schon beantwortet. Jedenfalls habe ich den Eindruck, daß die Verfolgungen nicht ethnisch begründet waren, wie man an der Minderheit der Cham sah; es ging um den Versuch, die Religion auszurotten, wie an der Schleifung der katholischen Kathedrale von Phnomh Penh bald nach dem Sieg sichtbar wurde, und die generelle Beseitigung des Buddhismus. Die Cham sind der Fokus, auch die Gemeinschaft der Moslems in Kambodscha. Daß es harte Unterdrückung gegen den Islam gegeben hat und auch mehr Widerstand, lag daran, daß der Islam eine festere Bindung bietet als andere Religionen. Der Begriff der "nationalen Minderheiten", in die Sprache Kambodschas durch Vietnam nach sowjetischem und chinesischem Vorbild eingeführt, führt in die Irre und kann die Vielfalt religiöser und sprachlicher Gruppen nicht fassen. Die Komplexität dieser Materie benötigte erheblich mehr Raum, als mir hier zur Verfügung steht. Verallgemeinert könnte man sagen, daß im Demokratischen Kambodscha aus Glaubensgründen getötet wurde, auch weil man verdächtigt wurde zu glauben oder weil man zur Familie von Gläubigen gehört haben könnte.

Bei Tötungen aus ethnischen Gründen ging es meist um Vietnamesen, so um diejenigen, die nach der Evakuierung 1975 zurück geblieben waren, oder um die Wanton-Massaker nahe der Grenze 1977-78. Die systematische Tötung von vietnamesischen Zivilisten wird nach wie vor von den Roten Khmer praktiziert. Chinesen und Sino-Khmer wurden nicht wegen der Volkszugehörigkeit getötet, sondern weil sie Händler und Kapitalisten sind, und dies geschah meist durch Sklavenarbeit. Nach den Regeln der Genozidkonvention ist sowohl die Zerstörung einer ethnischen als auch einer religiösen Gruppe ein Verbrechen. Die Vermutung, die Verfolgung der Cham hätte rassistische Motive, scheint mirjedoch dem unbewußten Bedürfnis zu entstammen, diese mit den Juden und Pol Pot mit Hitter gleichzusetzen (ähnlichen den Kurden und Saddam Hussein), was gute Propaganda, doch schlechte Geschichtsschreibung ergibt.

Außer den Tötungen aus politischen Gründen gab es während des Demokratischen Kambodscha auch eine sehr große Anzahl von Toten, die an Hunger, Unterernährung, Beraubung, Erschöpfung und Mangel starben. Die überwiegende Anzahl dieser Menschenverluste darf der Wirtschaftspolitik der KP Kambodschas zugeschrieben werden. Die gesamte Bevölkerung wurde in großen Kooperativen organisiert, die eigentlich Staatsfarmen mit Sklavenarbeit waren, und in die Reisfelder geschickt. Die Zentrale setzte Quoten der Reisablieferung fest und eiferte insofern China nach, als es völlig unrealistische Quoten verlangte, und das in einem Land, das seit je einen der niedrigsten Reiserträge der Welt hatte. Schon bald, wenn auch lokal verschieden, konnten die Kooperativen ihr Reisquantum nicht anders erfüllen als durch Aufstockung durch die Nahrungsreserve. Die Vorsitzenden der Kooperativen waren sich im klaren, daß die Nichterfüllung der Quoten Hochverrat gleichkäme, wofür sie mit ihrem Leben zu bezahlen hätten.

Zwar nutzen auch sie ihre Herrschaft über den Reis, um Freunde zu belohnen, und versuchten, die Last der Norm auf die ehemalige städtische Bevölkerung abzuwälzen, doch mußten sie schließlich zu ihrer Verantwortung stehen. Viele von ihnen wurden getötet, als später die Südwestkader, denen das Zentrum mehr vertraute, kamen, um die Macht zu übernehmen. Dies geschah, nachdem Katastrophenmeldungen in die Umgebung Pol Pots durchgesickert waren. Schlechte Nachrichten wurden wie üblich auf Verrat zurückgeführt und die Säuberungen zogen ihre Kreise. Die Südwestkader unter Ta Mok waren erheblich skrupelloser als ihre Vorgänger, denn sie wußten ziemlich genau, was es bedeutet, eine Quote nicht zu erfüllen. Jeder mußte leiden, damit wenigstens die schlimmsten Quäler überleben. Wären die Führer nicht so unrealistisch, hätte das System auch ohne Hungersnot funktionieren können, denn es gab durchaus Verbesserungen in der Produktivität, wenigstens vorübergehend.


Welche Einwirkungen gab es auf die Überlebenden und die Nachbarländer?

Die Überlebenden sahen sich im Frühjahr 1979 der Zerstörung ihrer Sozialbeziehungen und ihrer ökonomischen Existenz gegenüber. Familien waren auseinandergerissen, und jedermann versuchte, etwas Eßbares zu bekommen. Es war schlimmer als Krieg, denn buchstäblich jeder im Lande war betroffen. Wenige ließen sich nieder, wenn sie einige Familienmitglieder wiedergefunden hatten, Die meisten versuchten, die Grenzen zu erreichen, um in ein Traumland des Überflusses im Westen zu gelangen. Kambodscha hielten sie für verloren, auch unter den vietnamesischen Befreiern für verloren. Gerade diese Exilanten, die zuvor oft glühende Nationalisten waren, zeigen deutlich, wie wenig tief eigentlich der Gedanke der Nation in Kambodscha verwurzelt war. Sie verließen das sinkende Schiff zu einer Zeit, als ihr Leben nicht mehr in Gefahr war und ihre Flucht den Wiederaufbau des Landes um ein bis zwei Generationen zurückwarf. Die Flucht der Lehrer beispielsweise und ihre Weigerung, nach Kambodscha zurückzugehen, führte zu einer Bildungsmisere sondergleichen im heutigen Kambodscha.

Die psychischen Auswirkungen dieser Jahre des Schreckens und des Leidens sind sicherlich schwerwiegend, wurden aber noch nicht untersucht. Die Bereitstellung medizinischer Hilfe erstreckte sich lediglich auf den Bereich körperlicher Gesundheit; bis heute gibt es keine psychologische Hilfe, abgesehen der von den traditionellen Heilern, den Kru Khmaer, angebotenen, die einigermaßen wirksam ist. Beschränkte klinische Beobachtungen deuten darauf hin, daß seelische Traumatisierung besonders bei Frauen verbreitet ist und daß viele Menschen noch unter ihren furchtbaren Erlebnissen leiden. Doch fehlen in diesem Bereich weitestgehend Rat und Tat.

Eine weitere Folge des Geschehens ist die aus der zehnjährigen militärischen und politischen Besatzung durch Vietnam resultierende Spannung. Die Angst vor einer Rückkehr der Roten Khmer führte zu einer passiven Hinnahme des vietnamesischen Regimes, das allerdings die schmalen Ressourcen ziemlich effektiv verwaltete. Erst das Pariser Abkommen brachte wieder den Stein ins Rollen und beschwor die Geister der Vergangenheit herauf. Die Kambodschaner hätten kaum ihre Einwilligung dazu gegeben.

Nicht verschwiegen werden darf die Liquidierung der kritischen Geister. Die kambodschanische Kultur betont Unterordnung, doch auch wenn die meisten Leute ihre Gedanken für sich selbst behalten, entwickeln einige Personen doch kluge und kritische Gedanken und stellen so die einzige Quelle dar, aus der die Mächtigen etwas über die Volksseele erfahren. Nach dem Regime des "Demokratischen Kambodscha" existierten derlei Leute nicht mehr, da die Kommunisten alle umgebracht hatten. Eine Kurskorrektur oder Anpassung war so neuen Machthabern kaum noch möglich. Viele Überlebende verbergen ihre Scham, schweigende Sklaven gewesen zu sein. Sie hatten ihre eigenen moralischen Standards nicht gehalten und verfielen in permanente Depression.

Der Aufstieg und Fall des Demokratischen Kambodscha hatte einen Zyklus von Konflikten in den Nachbarländem zur Folge. Thailand kam zu einem Abkommen mit den neuen Herren in Phnom Penh, nachdem es zuvor des öfteren Opfern von blutigen Überfällen der Roten Khmer geworden war. So entstanden relativ normale Handelsbeziehungen. Vor der Zusammenarbeit Pol Pots mit Thailänischen Kommunisten hat man die Augen verschlossen. Im neuen Regime sah man eine Einschränkung des Einflusses Hanois und hoffte auf die Eröffnung von Möglichkeiten eigenen politischen Einflusses. So hoffte man auch, die ungünstigen strategischen Ergebnisse des Vietnamkrieges für Thailand zu korrigieren. Im Januar 1979 akzeptierte man den chinesischen Vorschlag eines Allianz zwischen dem Thaimilitär, den geschlagenen Roten Khmer und China -- bei stillschweigendem Einvernehmen mit den USA --, um Pol Pot mit Material und Geld auszurüsten. Die Roten Khmer sollten als Rammbock des zuendegehenden Kampfes des Westens gegen Vietnam dienen, wobei China gedachte, das allzu unabhängige Vietnam wieder unter seine Fittiche zu bekommen.

Dieses Abkommen machte Vietnam in der Tat schwer zu schaffen. Im Frühjahr 1973 hatten die Kommunisten ihre Truppen zurückgezogen. Zurück blieben nur Lagerhäuser nahe der entlegenen Nordwestgrenze. Schon wenige Tage nach dem Fall von Phnom Penh griffen die Roten Khmer die Insel Phu Quoc an, es gab auch Seezwischenfälle. Indem die Städte Kambodschas evakuiert wurden, vertrieb man auch alle ethnischen Vietnamesen, die meist in Kambodscha geboren waren. Die Beziehungen blieben friedlich, aber kühl, doch löste der Tod Maos und die darauffolgende Krise in Peking anscheinend Säuberungen auf höchster Ebene aus. Zu dieser Zeit wurden die Vorbereitungen für die ersten Angriffe auf Vietnam vorgenommen. 1977 gab es dann viele solcher Angriffe, bei denen jeweils mit Übermacht ein vietnamesisches Dorf angegriffen wurde. Die Bewohner wurden samt Frauen und Kindern abgeschlachtet, das Vieh geraubt und der ganze Ort verbrannt. Die Grenzwachen vor Ort waren nicht in der Lage, derlei zu verhindern. Deshalb mußten zwischen einer und zwei Millionen Personen von den Grenzen umgesiedelt werden.

Hanoi hielt die Verluste geheim, da es noch auf eine diplomatische Lösung dieses unerklärten Grenzkrieges hoffte. Dies stellte sich später als folgenschwere Fehlentscheidung heraus, denn so konnte Hanoi nicht deutlich machen, daß es als Verteidiger handelte, als seine Armeen in das Herz von Pol Pots Schlachtordnung hineinstießen.



Anmerkungen

1) Sowohl Kambodscha als auch die Vereinigten Staaten sind Signatärmächte der Völkermordkonvention; und jeder Versuch, die Verantwortlichen der Massaker vor Gericht zu bringen, sollte unterstützt werden. Die USA haben die Konvention übrigens erst 1986 ratifiziert, also viel später als Kambodscha.

2) siehe hierzu: Christophe Peschoux: Les "nouveaux" Khmers rouges, Paris, L'Harmattan, 1992.

3) "An Overview of the Cambodian Genocide", eine für die Yale Cambodia Conference im February 1992 ausgearbeitete Denkschrift. Veröffentlicht als "Genocide and Democracy. The Khmer Rouge, the United Nations and the International Community, ed. by B. Kiernan, Yale University, 1993.

4) Siehe meine Besprechung zu "Cambodia, a Demographic Catastrophe" in Libération vom 17. Sept. 1980. Michael Vickery hat das Thema im Bulletin of Concerned Asian Scholars behandelt.

5) Zur kambodschanischen Weisheitslehre siehe Saveros Pou herausgegebenen Texte " Guirlande de Cpap", Paris, Cedoreck.

6) Pol Pot würde diesem Teil meiner Ausführung vermutlich zustimmen. Im Dezember 1988, erklärte in einer Rede vor Angehörigen der Frauenorganisation: "Unsere Truppen haben die Kraft der Massen bislang nicht nutzen können, den es fehlte ihnen das Vertrauen zum Volk; sie konnten lediglich mit Gewehren und Kanonen umgehen" -- ein bemerkenswertes Geständnis seitens eines Mannes, der seit über 25 Jahren die Widerstandsbewegung führte.

7) Errichtete den Dreißigern in der Mongolei ein kommunistisches System


Sleipnir, 1, 1998, S. 23-28.

Wird fortgesetzt (aber wann ??? )


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