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Serge Thion

Historische Wahrheit oder Politische Wahrheit?

Die Macht der Medien: der Fall Faurisson

Zweiter Teil

Zweites Kapitel

Die eigentliche Affäre Faurisson

Die uns hier interessierende Geschichte fing am 17.7.1974 recht seltsam an: der Canard enchainé veröffentlichte einen Brief, den Faurisson drei Monate zuvor an Dr. Kubovy, den Direktor des Jüdischen Dokumentationszentrums Tel Aviv, schickte. Er hatte folgenden Inhalt (die von der Redaktion des Canard gestrichenen Passagen sind hier nach dem Original wiedergegeben):

"Darf ich mir erlauben, Sie nach Ihrer Meinung, nach Ihrer persönlichen Meinung im Hinblick auf eine besonders schwierig zu behandelnde Angelegenheit der jüngsten Geschichte zu fragen: sind Hitlers Gaskammern Ihrer Meinung nach eine Realität gewesen, oder eine Legende? Wären Sie so freundlich, mir in Ihrer Antwort eventuell genauer anzugeben, in welchem Maße Ihrer Meinung nach der Gerstein-Bericht, das Geständis von Höß, das Zeugnis Nyiszli (oder müxte es Nyiszli-Kremer heißen?) und darüber hinaus all das, was in diesem Zusammenhang zu Auschwitz, über das Zyklon B, über das Zeichen N.N. ("Nacht und Nebel" oder "Nomen Nescio"), sowie zum Begriff der "Endlösung" geschrieben wurde, Vertrauen verdient? Hat sich Ihre Auffassung hinsichtlich der Möglichkeit der Existenz von Gaskammern seit 1945 verändert, oder ist sie heute noch dieselbe wie vor neunundzwanzig Jahren? Ich habe bis zum heutigen Tag keine Fotografien der Gaskammern entdecken können, die irgendwelche Garantien der Echtheit bieten würden. Weder das Dokumentationszentrum für Jüdische Zeitgeschichte in Paris noch das Institut für Zeitgeschichte München, haben sie mir zur Verfügung stellen können. Haben Sie Ihrerseits Kenntnis von Fotografien, die zur Klärung dieser Frage beitragen könnten? Haben Sie im voraus vielen Dank für Ihre Antwort und eventuell für Ihre Hilfe. Hochachtungsvoll."

Der Canard hatte lediglich das wiedergegeben, was bereits in der Wochenzeitung Tribune juive-Hebdo vom 14. Juni 1974 erschienen war, die ihrerseits aus der israelischen Tageszeitung Yedioth Aharonoth vom 26.5.1974 schöpfte, bei der dieser Brief nach dem Tod des Adressaten gelandet war. Es handelt sich um einen Brief von der Art, wie Faurisson ihn an mehrere Dutzend Empfänger, an Historiker und anerkannte Spezialisten in allen Teilen der Welt, verschickt hatte.

Bereits am 25.6.1974 wurde im Konzil der Universität (Sorbonne nouvelle-Censier), an der Faurisson unterrichtete, über die Sache gesprochen. Sein Schreiben trug den Briefkopf der Universität:

"Der Präsident [Las Vergnas] ist von mehreren Kollegen darauf aufmerksam gemacht worden, daß in der Wochenzeitung Tribune juive ein von Herrn Faurisson unterzeichneter Artikel erschienen ist, der die Existenz der Konzentrationslager der Nazis in unzulässiger Weise in Zweifel zieht. Zudem wurde dieser Artikel auf einem Briefbogen unserer Universität (Centre Censier) geschrieben. Der Präsident wünscht daher, vom Konzil gebeten zu werden, in dessen Namen der betreffenden Zeitschrift die vollkommene Mißbilligung der Behauptungen unseres Kollegen, die den guten Ruf unserer Universität gefährden, zu übermitteln. Der Rat begrüßt übereinstimmend diese Haltung."

Robert Faurisson bemerkt dazu:

"... daß hier zweimal ein Brief als ein Artikel wiedergegeben wird. Ein Brief wird ohne Zustimmung seines Autors wie ein Artikel, der auf eigenes Betreiben in die Zeitschrift gelangt, vorgestellt. Aus Fragen zur Existenz der Gaskammern werden Zweifel an der Existenz der Konzentrationslager gemacht, diese Zweifel wiederum qualifiziert man zur Behauptung. Diese als unzulässig bezeichneten Zweifel und diese totale Mißbilligung hervorrufenden Behauptungen gefährdeten den Ruf einer Universitität.

-- Seit wann wird jemand verurteilt, ohne daß diesem gestattet werde, etwas zu seiner Verteidigung vorzutragen (und sei es, daß er als "Gast" eingeladen werde; eine Auszeichnung, die allein dem Kollegen zuteil wurde, der den Präsidenten "auf die Affäre aufmerksam gemacht hat")?

-- Seit wann verfügen der Präsident und sein Konzil über die Qualifikation, die Forschungsarbeit eines Gelehrten, von der sie sich nur mittels eines verstümmelten Briefes Kenntnis verschafften, beurteilen zu können?

-- Seit wann wird seitens der Universität das Recht zu forschen und zu zweifeln in Frage gestellt?"

Diese Bemerkungen hängt Faurisson in Censier aus, den umlaufenden Gerüchten zu begegnen und auch um auf andere, ihn beleidigende Aushänge zu antworten. Er ließ unter seinem Namen wissen, daß er "Mitglied der SNESup" sei, was ihm unverzüglich den Ausschluß aus der genannten Gewerkschaft einbrachte, denn diese Erwähnung "vermittele den Eindruck, daß die von Faurisson gestellten, nach seiner Auffassung rein wissenschaftlichen Fragen, die Bürgschaft der SNESup finden könnten; da aber eine seit Jahren geführte Kampagne, die versucht, im Schrecken der Naziverbrechen verschiedene Stufen zu unterscheiden, unausweichlich politisch ausgebeutet wird, während im übrigen die Versuche einer Rehabilitierung des Hitlerismus voranschreiten, verweigert die SNESup dem selbstverständlich jede Bürgschaft. Die Kommission ist folglich der Meinung, daß die Verwendung des Signum der SNESup in diesem Zusammenhang geeignet sei, der Gewerkschaft moralischen Schaden zuzufügen". /11/

Beschränken wir uns auf drei Bemerkungen: es erfordert schon einen außergewöhnlich beschränkten Verstand, nicht bemerken zu wollen, daß es das Schreckliche ganz offenbar in verschiedenem Maß gegeben hat. Zudem: noch nie ist eine Gewerkschaft an einer Universität gebeten worden, für die Forschungen eines ihrer Mitglieder zu bürgen. Die SNESup ist eben gerade keine wissenschaftliche Gesellschaft. Dieser kleine Jesuitentrick bezweckt nichts anderes, als ein langjähriges Mitglied in eben dem Moment fallenzulassen, da es als Opfer dieser Attacken der Unterstützung bedarf. Der dritte Punkt ist interessant, denn dieser Schlag dröhnt 1974 so laut wie 1979, wie er auch vor zwanzig Jahren schon geklungen hat (und er in weiteren zwanzig Jahren nicht mehr klingen möge): der Vorwurf, "eine Kampagne zur Rehabilitierung des Hitlerismus zu betreiben". Eine derartige Rehabilitierungskampagne wird von einigen derer, die an dem Unternehmen einst beteiligt waren (gewiß nicht von allen; es gibt sicher auch jene, die es bereuen), offenbar unausgesetzt geführt; auch ein paar jüngere, die eine Art Nostalgie vom guten Adolf leben, nehmen daran teil. Dieser Kampagne wurden seit 1945 nichts anderes als erbärmliche Niederlagen zuteil. Gegen Kampagnen zur Rehabilitierung anderer krimineller Tyranneien, wie die der königlichen Familie (man denke nur an die Verrenkungen des Grafen von Paris), oder Napoléon Bonapartes, dessen zweihundertsten Geburtstag der französische Staat mit Steuergeldern feierte, wird weniger protestiert. Daß ein in zweihundert Jahren eventuell vorhandener deutscher Staat den Geburtstag des Führer begehen werde, erscheint mir wahrscheinlich: die gleichen Ursachen pflegen die gleichen Folgen hervorzubringen. Die Tatsache, daß der freiheitsmordende Diktator des 18. Brumaire geehrt wird, bedeutet noch nicht ipso facto, daß unser System dem des berühmten Vorläufers Kaiser Bokassas ähnelt. Möge es sich mit den Deutschen des 22. Jahrhunderts ebenso verhalten. Gehen wir davon aus, daß jene, die Hitler, Pétain, Ludwig XVI. oder Trotzki zu rehabilitieren wünschen, dies auch sagen. Ihr Unternehmen verlöre allen Sinn, wenn sie nicht auch zu diesem stünden. Man möge sich also im Gegner nicht täuschen und mit dieser permanenten Erpressung aufhören. Diese kann ohnehin nur dazu dienen, jene zum Schweigen zu bringen, die mit den Parteigängern Hitlers eben gerade nicht verwechselt zu werden wünschen, die etwas anderes im Sinn haben.

Als Folge dieser Fehlsteuerung wurde Faurisson, wie man sich denken kann, mit einer Flut von Beschimpfungen und diversen Drohungenen überschüttet (Briefe, Telefonanrufe, Graffiti im typischen Antifa-Stil an seiner Hauswand: "Faurisson verrecke!").

Auch ein Rechtsstreit, den Faurisson lange Zeit mit der Verwaltung der Universität Lyon II, an der er seit 1974 lehrte, führte, nahm hier seinen Ausgang. Er hatte Grund zu der Annahme, die mit der Veröffentlichung eines seiner Forschungsgegenstände verbundenen feindseligen Gerüchte würden dem normalen Fortgang seiner akademischem Laufbahn im Wege stehen. Er war arglos genug, derartiges übelzunehmen. Eine lange Kette von Gerichtsverfahren erreichte im Oktober 1978 schließlich den Staatsrat. Es versteht sich, daß die Atmosphäre an der Universität nicht gerade herzlich war und Faurisson angesichts feindlich eingestellter Kollegen nur auf gelegentliche und heimlich gewährte Unterstützung rechnen durfte.

Was den Erfinder der "Ajax-Methode" nicht daran hinderte, weiterzuarbeiten. Auf diesen Weg haben ihn die Bücher Paul Rassiniers, eines ehemaligen Deportierten, gebracht. Zu Paul Rassinier und den unglaublichen Verleumdungen, deren Opfer er wurde, weiter unten. Paul Rassinier hat vor seinem Tod im Jahre 1967 gewünscht, daß junge Forscher die Fackel aufnähmen und weiteres Licht auf diese traurige Geschichte des Krieges und der Deportation würfen. Faurisson stellt Material zusammen; schickt Briefe in alle Himmelsrichtungen, in denen er um Dokumente bittet; besucht fleißig die Lesesäle, wie den im Dokumentationszentrum für Jüdische Zeitgeschichte; befragt Personen, die beruflich mit Gaskammern oder Krematorien zu tun haben; reist mit Metermaß und Fotoapparat ausgerüstet nach Auschwitz und weitere Orte in Polen; befragt Zeugen und Archivare; analysiert Texte. Er zieht seine Schlüsse, versucht diese zu veröffentlichen. Das ist der Punkt, wo rien ne va plus.

In einer Gegendarstellung faßt er seinen Werdegang kurz zusammen /12/:

Bis 1960 habe ich an die Realität der gigantischen Massaker in den "Gaskammern" geglaubt. Später, beim Lesen von Mensonge d'Ulysse ("Die Lüge des Odysseus") Paul Rassiniers -- der selbst als Resistance-Kämpfer deportiert wurde -- begann ich zu zweifeln. Nach vierzehn Jahren persönlichen Zweifelns und vier Jahren intensiver Forschungen bin ich zu der Überzeugung gelangt -- wie zwanzig andere revisionistische Autoren --, hier vor einer gigantischen Geschichtslüge zu stehen. Ich habe Auschwitz und Birkenau wiederholt besucht, wo man uns eine "rekonstruierte Gaskammer" (a) und als "Krematorium mit Gaskammer" bezeichnete Ruinen zeigte. In Struthof (Elsaß) und in Majdanek in Polen habe ich "Gaskammern im Originalzustand" bezeichnete Lokalit,ten untersucht. Ich habe Tausende von Dokumenten analysiert, insbesondere die des Dokumentationszentrums für Jüdische Zeitgeschichte in Paris: Stenogramme, Fotografien, schriftliche Zeugnisse, Archivalien aller Art. Ich habe Fachleute und Historiker unablässig mit Fragen verfolgt. Ich habe, allerdings vergeblich, einen einzigen ehemaligen Deportierten zu finden gesucht, der mir hätte beweisen können, daß er tatsächlich selbst, mit seinen eigenen Augen, solch eine "Gaskammer" gesehen habe. Gewiß habe ich mich nicht der Illusion hingegeben, Zeugnisse im Überfluß zu finden; ich war bereit, mich mit einem Beweis, mit einem einzigen Beweisstück zufriedenzugeben. Einen solchen Beweis habe ich niemals finden können. Was ich im Gegenteil gefunden habe, das sind jede Menge falscher Zeugnisse, die Hexenprozessen würdig sind und jene Beamten entehren, die sich mit derartigem zufriedengaben. Darüber hinaus bin ich auf Schweigen gestoßen, auf Verlegenheit, Feindschaft und schließlich auf Verleumdungen, Beleidigungen und Schläge.

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(a) Die den Touristen als im Originalzustand befindlich vorgeführt wird.

Zur selben Zeit, da er "Fachleute und Historiker unablässig mit Fragen verfolgt" führt er gegen die Presse, und vor allem gegen Le Monde, eine Art Guerillakrieg, um zu erreichen -- und das seit 1966 --, daß diese seine Ansichten veröffentlichen, was ihm kaum gelingt. Um ein symptomatisches Beispiel zu geben: Faurisson hatte an Charlotte Delbo einen Brief geschickt, analog zu dem, der an Dr. Kubovy ging und im Canard enchainé, auftauchte. Charlotte Delbo, eine Schriftstellerin, Autorin mehrerer Berichte über die Deportation, ließ diesen mit einem Kommentar versehen Le Monde zukommen /13/. Etwas korrekter als der Canard, fragte Le Monde bei Faurisson an, ob er den Abdruck dieses -- privaten -- Schreibens genehmige. Was dieser ablehnte. Trotzdem wurde das Schreiben nebst Kommentaren von Frau Delbo veröffentlicht, allerdings ohne Faurisson namentlich zu nennen. Aber jeder, der seinerzeit den Canard enchainé, gelesen hatte, verstand die Anspielung. Der Artikel erschien unter dem Titel "Démythifier ou falsifier" ("Entmythifizieren oder Fälschen") /14/:

"...sind Hitlers Gaskammern Ihrer Meinung nach eine Realität gewesen, oder eine Legende? (...) Hat sich Ihre Auffassung hinsichtlich der Möglichkeit der Existenz von Gaskammern seit 1945 verändert, oder ist sie heute noch dieselbe wie vor neunundzwanzig Jahren? Ich habe bis zum heutigen Tag keine Fotografien der Gaskammern entdecken können, die irgendwelche Garantien der Echtheit bieten würden. Weder das Dokumentationszentrum für Jüdische Zeitgeschichte in Paris noch das Institut für Zeitgeschichte München, haben sie mir zur Verfügung stellen können. Haben Sie Ihrerseits Kenntnis von Fotografien, die zur Klärung dieser Frage beitragen könnten? Haben Sie im voraus vielen Dank für Ihre Antwort und eventuell für Ihre Hilfe."

Fragen, die schon etwas seltsam anmuten, wenn sie einem Zeugen, wie ich es bin, gestellt werden. Gleichwohl sind diese mir in einem Brief, den ich unlängst empfing, gestellt worden.

Zweifellos hätte der Brief nicht mehr als ein Schulterzucken verdient, eine Regung des Mitleids ("armer Irrer"...) oder eine ironische Antwort (Was, wollen Sie die ganze Geschichte bis hin zur Erfindung der Fotografie in Zweifel ziehen? Meinen Sie, die Bartolomäusnacht, den Fall der Bastille oder die Schlacht bei Waterloo habe es nicht gegeben, nur weil kein Reporter von Paris-Match dabei war?). Gewiß verdiente dieser Brief nichts anderes, wäre er nicht auf dem Briefbogen einer literaturwissenschaftlichen Fakultät geschrieben, und ließe der Unterzeichner seinem Namen nicht den Titel "maitre de conférences" ("Dozent") folgen. Ein Professor also, dem es einzig und allein um die Dokumentation von Zeugnissen a contrario, von Beweisen gegen die Wahrheit geht, und der auf meine Hilfe hofft, derartige Beweise zu finden. Denn schließlich, wie könne man annehmen, daß R. Höß, von dem eine Autobiographie erschienen ist (Rudolf Höß: Kommandant in Auschwitz), habe sagen können, er hätte es für seine -- wenn auch schmerzhafte -- Pflicht gehalten, jedesmal, wenn eine Ofenladung dort durchging, sein Auge am Bullauge der Gaskammer zu haben. Der Anklage Waffen in die Hand zu geben, knauserte er mit den Zahlen: nach seinen Angaben seien 2.800.000 Juden vergast worden, und nicht die vier Millionen nach Auffassung des Gerichts?

Ob Hitlers Gaskammern meiner Meinung nach eine Realität gewesen, oder eine Legende seien... Die Frage erschä,gt mich. Sollten wir also mit solch einem übermenschlichen Willen in Auschwitz unter solch schrecklichen Bedingungen um das sberleben gek,mpft haben, daß dieses schon an Wunder grenzt; haben wir unseren sberlebenswillen nicht durch den Willen gestärkt, anschließend das Unsagbare, das wir erlebten, zu sagen; hätten wir zurückkehrend Zeugnis abgelegt, um das dort unten gegebene Versprechen, das zu sagen, was war, zu halten: damit heute jemand mit der Frage zu uns käme, ob die Gaskammern ein Mythos gewesen seien?

Nein, mein Herr, die Reihe hoher Schornsteine, aus denen Tag und Nacht dicker schwarzer Rauch quoll, ist keine Erfindung der sberlebenden. Gewiß, auf der Fotografie ist keinerlei Unterschied zwischen diesen Schornsteinen und jenen anderer Hochöfen zu erkennen; aber der Gestank? Der Gestank brennenden Fleisches? Der Gestank ist auf dem Bild nicht zu sehen. Ebenso zeigt die Fotografie einer Gaskammer nichts als einen schlichten Schuppen. Aber ich habe die Juden in Auschwitz, wo ich am 27.1.1943 eintraf, in einer Welle nach der anderen aus allen Teilen Europas anbranden gesehen. Ganze Völker wurden von der SS in diesen Schuppen geschoben, die dort auf immer verschwanden. Und in Birkenau war ich, entschuldigen Sie, aller Dinge beraubt und besaß nicht einmal einen Fotoapparat.

Meine Meinung hinsichtlich der Möglichkeit der Existenz der Gaskammern? Das ist keine Meinung, die ich da habe, das ist die Gewißheit, sie gesehen zu haben. Und ob diese Gewißheit sich im Verlauf der neunundzwanzig Jahre verändert haben könnte... Was für eine Frage! Ich war seinerzeit jung genug, auch heute noch nicht im Greisenalter zu sein. Glücklicherweise habe ich noch etwas Spielraum. Und ich muß von diesem Spielraum Gebrauch machen, um gegen einen pervertierten Geist, der mich zur Verzweiflung treibt, zu protestieren.

Da sind wir also! Daß es so weit kommen mußte! Die Rückwärtsgewandten, die den Nazismus ästhetisieren, das Hitlertum romantisieren, ihm eine trübe Faszination verleihen, das ist mehr als eine kurzlebige, von verstiegenen Intellektuellen gestartete Mode. Die Gefahr ist größer. Man schreibt die Geschichte neu, um deren Lektionen neu zu schreiben. Man möchte die Wahrheit auslöschen, damit ein Wiederaufstieg des Faschismus nicht als tödliche Gefahr erscheine. Sah sie nicht gut aus, die SS in ihren Uniformen, männlich, heißblütig und vor allem mit jener höchsten Macht ausgestattet: zu töten? Ist er nicht ein Held, dieser schöne SS-Mann, ein Vorbild für alle jungen Leute, die ein Ziel in ihrem Leben suchen? Ja, die Sache ist ernster, als sie aussieht. Und man möge einer Überlebenden von Auschwitz gestatten, hier auf Nachdenklichkeit zu bestehen."

Faurisson fühlt sich angesprochen (wer wäre es sonst?) und schickt eine Antwort, in der es heißt:

"So waren die Gaskammern also "an verschiedenen Stellen in Polen und namentlich in Auschwitz-Birkenau" in Betrieb? Frau Delbo behauptet, eine gesehen zu haben. Was aber genau hat sie gesehen? Sie sagt es uns nicht. Sie vermengt die Öfen der Krematorien (in denen man die Leichen verbrannt hat) mit den Gaskammern (in denen, nach dem was behauptet wird, bis zu zehntausend Personen pro Tag get"tet wurden). Höß, sagt sie, habe zugegeben, daß er sein Auge an das Bullauge der Gaskammer drückte. Ich meinerseits lese in dem von ihr zitierten Werk (Rudolf Höß: "Kommandant in Auschwitz"), daß Höß "durch das Guckloch des Gasraumes" in das Innere der Gaskammer sah. Diese Absurdität, zusammen mit hundert anderen des gleichen Kalibers, macht das "Bekenntnis" von Höß zu einem Dokument, dem etwa der Wert beizumessen ist, der den Geständnissen in den Moskauer Prozessen, in denen von Prag, oder, wie hier der Fall, von Warschau zukommt. Im übrigen ist das Manuskript nicht einsehbar, und die im Umlauf befindlichen Versionen widersprechen sich in wichtigen Punkten.

Es ist sehr seltsam, daß Gefangene, die mehr als drei Jahre in Auschwitz-Birkenau verbrachten, erklären, niemals eine Gaskammer gesehen zu haben: dies gilt für Benedikt Kautsky, einen ehemaligen jüdischen Deportierten und führenden "sterreichischen Sozialdemokraten. Nichts berechtigt zu der Behauptung, die in dem Tagebuch, das man bei dem Auschwitzer Chirurgen Johann-Paul Kremer fand, offen eingetragenen "Sonderaktionen" (Cahiers d'Auschwitz, bzw. Hefte von Auschwitz, Nr. 13, 1971), wären Vergasungen gewesen. Zum Abschluß eine Frage: hat das Internationale Rote Kreuz im September 1944 eine gründliche Befragung der verschiedensten Gefangenen zu diesem Thema durchgeführt und hat es auf das Nichtvorhandensein der vom englischen Radio in Auschwitz-Birkenau behaupteten Gaskammern geschlossen, und zwar sowohl für die Vergangenheit als auch für die Gegenwart?

Die Gefangenen sind an Unterernährung, Kälte, Krankheiten, Epidemien und Mißhandlungen gestorben. Verschiedene sind erschossen oder gehenkt worden. Verschiedene wurden Opfer alliierter Bomben. Sie sind an den unablässigen Verschickungen zugrundegegangen. Muß all diesen schrecklichen Dingen das gewiß abscheulichste und teuflischste, die Gaskammer, hinzugefügt werden? Ich habe es geglaubt. Ich kann es kaum noch glauben. Aber der Zweifel verbietet die Forschung nicht; im Gegenteil.

Am 26.8.1974 antwortet darauf Pierre Viansson-Ponte,:

"Da Sie nicht namentlich genannt sind, kann auch von einem Recht auf Gegendarstellung keine Rede sein. Was den ersten Brief betrifft, so war er an Frau Delbo gerichtet und ein Brief gehört -- sie werden es wissen -- seinem Adressaten. Zudem scheint es uns nicht wünschenswert, einen offensichtlich endlosen Streit auszulösen. Einzig neue und wichtige Fakten verdienten es, unseren Lesern mitgeteilt zu werden."

Faurisson läßt sich durch solche Kleinigkeiten nicht entmutigen. Er schlägt Jacques Fauvet mit Schreiben vom 20.6.1975 vor, seine Auffassungen zu erläutern:

"Die Gesamtzahl der je in Auschwitz, Birkenau und deren Nebenlagern gewesenen Gefangenen lag bei maximal... 500.000 (dazu: Hermann Langbein: "Hommes et Femmes a Auschwitz", Paris 1975, Fayard, S. 51 bis 61). In dem ersten Bekenntnis, das die Polen ihm abgepreßt haben, hat Höß erklärt, daß er 1,5 Millionen Personen getötet habe (Rudolf Höß: "J'ai tué seulement 1500.000 personnes." Edition de l'Amicale des déportés d'Auschwitz. FNDIRP, 1947[?]). In seinem zweiten Bekentnis erreicht diese Zahl drei Millionen (dazu: Leon Poliakov "Les ames automatisées", in: Evidences, Nr. 7, (Januar) 1950). Und 1975, am 18.6. um 13.10 Uhr, wird im Fernsehen, beim Sender TF1, von vier Millionen gesprochen, eine Zahl, die auch heute noch als die offizielle Wahrheit gilt: vier Millionen Tote. In der Abendsendung war diese Zahl dann auf 4,5 Millionen gestiegen. Und Max Gallo seinerseits nannte in L'Express vom 16.6. auf Seite 70 die Zahl von 5 Millionen Opfern.

Dieses Zahlen sollen sich auf die Vergasten beziehen, die ihrerseits nicht "registriert" waren. Aber die Existenz von sieben Gaskammern in Auschwitz ist, wie Historiker und Rechtsanwälte aller Nationen es bereits vermuten, ganz einfach nicht länger aufrechtzuerhalten. Beim Auschwitz-Prozeß in Frankfurt (1963-1965) ist es schon sichtbar geworden. Inzwischen vermeidet es selbst ein Hermann Langbein, sich über die Gaskammern näher zu verbreiten, obwohl diese doch den Eckstein des Unternehmens "Völkermord" bilden.

Sind die Jounalisten von Le Monde daran interessiert, sich über die neueren Arbeiten zu einer in ihrer Zeitung so oft behandelten geschichtlichen Frage zu unterrichten (ich denke etwa an die Behauptungen im "Bulletin du jour" vom 20.6.1975) und wollen Sie mir für diesen Fall eine Zusammenkunft ermöglichen, bei welcher Gelegenheit ich meine Arbeit über den "Nazismus, wie er von Le Monde gesehen wird" vorstellen könnte?

Worauf Jacques Fauvet am 24.6.1975 mit folgendem schlichten Satz antwortet:

"Sind Sie sich, was die Gaskammern betrifft, sicher, daß die Deutschen diese nicht vollkommen zerstört haben, um die Spuren ihrer Verbrechen zu verwischen?"

Drei Monate später protestiert Faurisson gegen eine Buchbesprechung, die Jean-Marc Theolleyre zu einem Werk von Hermann Langbein über Auschwitz gibt /15/. Das Mindeste, was sich über diesen Brief sagen ließe, ist, daß er nicht versucht, durch Einschmeicheln zu überzeugen:

"Darf ich Sie noch einmal fragen, wann sich Ihre Zeitung entschließen wird, die mit Abstand größte Seifenblase der Zeitgeschichte -- die der angeblichen Gaskammern -- nicht weiter aufzublähen?

Ihr Journalist widmet dem Buch Hermann Langbeins Hommes et Femmes a Auschwitz 167 Seiten. Dieser Artikel bedeutet einen Rückfall. Er bläst viel heiße Luft und man gewinnt den Eindruck, daß er das Buch gar nicht gelesen hat. (Er schreibt übrigens Kapo, während der Autor Wert darauf legt, daß die richtige Schreibweise der Wortes Capo ist.) Nicht ein einziges Mal geht er auf den zentralen Aspekt des Buches ein: Hermann Langbein, durch mehrere Publikationen seit 1949 als Spezialist in Sachen Auschwitz ausgewiesen, der als eine Art professioneller Zeuge (auf Seiten der Sieger) in den Prozessen gegen die "Kriegsverbrecher" auftrat, offenbart mit seinem letzten Werk gegenüber dem Eckstein, dem Schlüssel zum Gebäude der "Extermination", gegenüber den berühmten "Gaskammern", eine erstaunliche Zurückhaltung: von den dreißig Kapiteln ist ihnen nicht eines gewidmet. Nicht ein Abschnitt von 268! Nach klassischem Rezept ist der Text mit Worten wie "selektioniert" gewürzt (die "Selektion" soll im Sinn von "Auswahl zur Vernichtung" verstanden werden), und das Verb "vergasen" ist mit Bedacht plaziert; nichts aber zum Wesentlichen. Hermann Langbein, der von Paul Rassinier, dem er beim Frankfurter Prozeß eine Lektion erteilen wollte, so sichtbar auf seinen Platz verwiesen wurde (Rassinier im übrigen wurde der Zugang zum Prozeß verwehrt), weiß "zum komplizierten Problem der Gaskammern" (wie schon das Institut für Zeitgeschichte) nichts mehr zu sagen. Schade! Es gibt auf der ganzen Welt kein Buch und keine Studie, die sich mit den angeblichen "Gaskammern" befaßt. Andererseits liefert Hermann Langbein selbst, mit seinen Ausführungen zur Krankenstation, zu den Wirths, zur Berufsschule für die Kinder der Gefangenen etc. immer wieder gegen seinen Willen den Beweis, daß die Vernichtungsthese unhaltbar ist.

Halten sich die Journalisten von Le Monde gegenüber der Entwicklung auf dem laufenden? Nehmen sie die sich vervielfachenden Studien und Zeugnisse zur "Auschwitzlüge" und zum "Betrug um Auschwitz" zur Kenntnis? Sind ihnen die Statistiken des SIR (34454 Arolsen) -- wenn auch von einer parteinehmenden Organisation stammend -- bekannt? Wissen sie, daß es sich bei dem Tagebuch der Anne Frank um eine Montage von Meyer Levin /16/ handelt? Erinnern Sie sich an den sogenannten "Gerstein-Bericht"? Und an das, von Langbein als authentisch zitierte, Buch von Miklos Nyiszli?"

J.-M. Theolleyre antwortet höflich (mit Schreiben vom 8.10.1975); erinnert daran, daß man in Buchenwald, wo er interniert war, üblicherweise Kapo schrieb und schließt wie folgt: "Ich verweise auf Seite 293 des Buches von Langbein. Dort steht, nicht mit den Worten von Langbein, sondern mit denen von Höß: "Mußte kalt zusehen, wie die Mütter mit den lachenden oder weinenden Kindern in die Gaskammer gingen" [hier zit. nach Höß: "Kommandant...", DTV, München 1963 und 1992, S. 132]. Dieser Briefwechsel aber bleibt privat; Faurisson ist noch immer nicht publizierbar.

Die sich anschließende Episode sollte einen etwas größeren Raum einnehmen: anläßlich des Erscheinens einer revisionistischen Broschüre in französischer Übersetzung (die sehr wahrscheinlich von Leuten der extremen Rechten übersetzt, gedruckt und verbreitet wurde), veröffentlicht Pierre Viansson-Ponte am 17. und 18.7.1977 eine Chronik:


Die Lüge

In der Post: eine Broschüre. Darauf prangt, in großen Buchstaben auf rotem Grund, die Frage: "Starben wirklich sechs Millionen?" und darüber, in der Art einer Signatur, "Historical Fact Nr. 1".

Äußerlich aufwendig und mit Bedacht gestaltet, bietet das Heft auf 36 Seiten Großformat einen sehr dicht gedruckten Text. Auf der Rückseite ist zu erfahren, daß diese Arbeit vor der Übersetzung ins Französische in England durch eine "Historical Review Press" mit Sitz in Richmond/Surrey gedruckt wurde und einen Schriftsteller namens Richard E. Harwood, einen "Spezialisten politischer und diplomatischer Aspekte des Zweiten Weltkrieges", der "gegenwärtig an der Londoner Universität arbeitet", zum Autor hat.

Sehr bald stellt sich heraus, daß diese Broschüre an einen sehr großen Personenkreis verteilt wurde -- und sicher kostenlos --, vor allem an Journalisten und Schriftsteller, deren Namen und Anschriften man sich offenbar aus verschiedenen Adreßbüchern beschafft hat. Zweifellos ist sie auch an andere Kategorien von Empfängern geliefert worden.

"Starben wirklich sechs Millionen?"; sechs Millionen Tote: die Zahl ist bekannt. Man errät sogleich, um welche Toten es sich handelt: um die sechs Millionen Juden, um die Opfer des von den Nazis begangenen Völkermords. Gleichwohl versteht man noch nicht sofort. Wer wagt zu unterstellen, diese sechs Millionen Opfer seien nicht "wirklich" tot? Nein, in der Tat, das wäre ungeheuerlich ...

Aber ja doch! Das Heft verfolgt einzig das Ziel, "zu beweisen", daß die Nazis zwischen 1939 und 1945 keineswegs sechs Millionen Juden vernichtet haben, sondern h"chstens "einige tausend". Auch sind diese nicht massakriert, erschossen, geköpft, vergast, verbrannt, ermordet worden: sie wurden, größtenteils, Opfer des Typhus' oder anderer Krankheiten, die in Deutschland in den letzten Monaten des Krieges wüteten; auch sind sie wohl vom Hunger dezimiert worden. Epidemien, Hungersnot, für die einzig und allein die Alliierten verantwortlich sind, die Deutschland im Bombenhagel begruben.

Ohne diese irre "Demonstration" im einzelnen analysieren zu wollen, eine Zusammenfassung: Im Jahr 1933 haben die Juden Hitler "den Krieg erklärt". Dieser hat sich gegen einen Feind im Inneren verteidigen müssen. Er hat zunächst die Auswanderung der Juden in die Vereinigten Staaten und in neutrale Länder derart "ermuntert", daß es 1939 in Deutschland, Österreich und in den alsbald von der deutschen Armee besetzten Ländern Europas noch höchstens drei Millionen Juden gab, an Stelle von neun Millionen zehn Jahre zuvor. Wie hätte man unter diesen Bedingungen sechs Millionen umbringen können? Zudem sie 1948 noch zahlreicher waren als 1939.

Hitler versuchte also, liest man sinngemäß, für sie eine nationale Heimstätte zu finden, sie dort "unterzubringen". Er hat an Palästina gedacht, aber die Engländer stellten sich dagegen; später verhinderte der Krieg die weitere Realisierung dieses Vorhabens. Er hat 1940 auch an Madagaskar gedacht, aber Frankreich, das besiegte und besetzte Frankreich, hat nichts davon hören wollen. Schließlich entschied er, die Juden an den Kriegsanstrengungen der Deutschen "zu beteiligen", indem er sie in den Osten brachte, in die besetzten Gebiete Polens, Rumäniens und der Tschechoslowakei.

Es sind daher die Konzentrationslager des Ostens, der Transport der Juden nach Osten, der "Endlösung" der Judenfrage genannt wurde. Diese Lager waren nichts anderes, als wohlorganisierte und gut geführte Produktionszentren. Man wurde hier gezwungen, zu arbeiten, das ist richtig, aber man wurde gut behandelt, gut ernährt, medizinisch versorgt -- mit einigen Ausnahmen gegen Kriegsende vielleicht. In keinem von ihnen waren jemals "Gaskammern", noch wirkliche Krematoriumsöfen vorhanden. All diese frei erfundenen Berichte, die gefälschten Fotos, all die Bücher und Filme, die diese Lager als Orte der Vernichtung, der Folter und des Todes vorführen, verbreiten Lügen und Verleumdungen.

Der Beweis: er mengt das Internationale Rote Kreuz, die Zürcher Zeitschrift Die Tat vom 19.1.1955 usw. in einen Wust von Zitaten, auf daß sich keiner mehr zurechtfinde. Heraus kommt, daß "300.000 Menschen zwischen 1939 und 1945 als Opfer politischer, rassischer oder religiöser Verfolgung in den Gefängnissen und Konzentrationslagern starben". Aber "nicht alle Opfer waren Juden". Auf diese Weise gelangt man, fügt die Broschüre hinzu, zur "genauest möglichen Schätzung".

Dieses Vorgehen scheint Methode zu haben. Man wirft mit Zahlen nur so um sich, stützt sich auf Zitate bekannter wie unbekannter, kaum auszumachender oder imaginärer Autoren. Dieser These widersprechende Zeugnisse werden abgeblockt: entsprechend sind alle Geständnisse der Nazis diesen nach der Niederlage des "Reichs" durch systematische Folterung seitens der Alliierten abgepreßt worden. Man stößt auf eine Fülle beeindruckender Gutachten, die offensichtlich nicht überprüfbar sind, oder, falls man versucht, sich eines davon näher anzusehen, sich als, ausnahmsweise vielleicht, grob verfälschend erweisen. Die Dialektik besteht, ganz im Stil klassischer Propaganda, darin, die Behauptungen, je unwahscheinlicher sie sind, um so entschiedener vorzutragen, um sodann zur Täuschung eine winzige Einzelheit hinzuzugeben, die dann das Unglaubwürdige belegen soll.

Ein Beispiel: die Broschüre bezieht sich auf den "bedeutenden amerikanischen Historiker Harry Elmer Barnes" (?), der im Rampart Journal (??) irgendwann im Sommer 1967 sinngemäß -- gleichwohl wird in Anführungszeichen "zitiert" -- geschrieben haben soll, daß es in den "Todeslagern" keine systematische Vernichtung gegeben habe." Zweifelt noch jemand? Ein klein wenig weiter folgendes: "Berta Shirotschin (???) arbeitete während der gesamten Kriegszeit in der Verpflegungsabteilung des Lagers Dachau; sie erklärte, daß die Gefangenen ungeachtet der wachsenden Knappheit in Deutschland bis Anfang 1945 ihr zweites Frühstück jeden Morgen um 10 Uhr ordnungsgemäß bekommen hätten." Ja, sie haben richtig gelesen: ihr zweites Frühstück, jeden Morgen.Das alles erscheint derartig stupide, fantastisch, so ungeheuerlich dumm wie ehrlos, daß man die Schwarte wegwerfen und sich übergeben möchte; um niemals mehr daran zu denken. Und doch, es wäre falsch!

Man möchte in der Tat glauben, daß derartig unerhörte Behauptungen nur von Lesern, die der Rassenhaß geblendet hat, die so einfältig sind, auch die gröbsten Gaukeleien noch zu konsumieren, ernst genommen werden können. Aber so wie es aufgemacht und redigiert ist, könnte das Heft auf Unwissende, auf regelrechte Idioten gewiß, durchaus Eindruck machen. Alles in allem ist die Kundschaft der Scharlatane, der Verk,ufer von Wundermitteln und der Schurken aller Art in diesem Jahrhundert der Aufkl,rung doch so groß, daß man in bezug auf die Leichtgläubigkeit und das kritische Urteilsvermögen unserer Zeitgenossen zumindest skeptisch sein sollte.

Vor allem aber besteht das Risiko, daß derartige "Dokumente" bei jungen Lesern in dem Maxe ein Publikum finden, als diese geneigt sind - und diese Neigung ist groß, das ist normal --, gewissermaßen natürlicherweise alle offizielle Geschichtsschreibung, so wie sie ihnen gelehrt wird, in Zweifel zu ziehen und genau das Gegenteil der Ideen zu vertreten, die man ihnen vermittelt hat, die man sie als gültige Wahrheit annehmen ließ. Lügt nur drauflos, es wird immer etwas hängenbleiben....

Zweiunddreißig Jahre sind vergangen. Familienväter, die, als die auf deutschen Boden vorrückenden alliierten Armeen die Schrecken der Deportationen und der Vernichtungslager aufdeckten, noch nicht geboren waren, haben heute Kinder von acht, zehn, zwölf Jahren. Wenn diese Kinder eine solches Heft in die Hand bekämen, ohne daß ihre Eltern in der Lage wären, die Tatsachen sofort wieder klarzustellen und das Urteil zurechtzurücken, was könnte daraus werden? Im günstigsten Fall ein starker Skeptizismus Hitlers Grausamkeiten gegenüber, eine Verhärtung des Gemüts, das die Berichte der Folterungen, der Massaker, der Unterdrückungen aller Art als übertrieben oder doch als zumindest teilweise unzutreffend empfindet. Im schlimmsten Fall die Überzeugung, daß die Lüge universell und ewig ist, daß man niemandem und vor allem nicht der Geschichte glauben darf, daß die Völker immer betrogen werden, gestern so wie heute und morgen."

 

Sogleich stürmt Faurisson ins Feld und verfaßt eine Kritik der Kritik:

Wie arbeitet der Journalist Pierre Viansson-Ponte?"

"''Die Lüge'' nennt sich Viansson-Pontes Besprechung einer aus dem Englischen übersetzten Broschüre, in der sowohl die reale Existenz der "Gaskammern" Hitlers, als auch des an den Juden begangen "Genozids" bestritten werden.

Die französische Ausgabe der Broschüre hat im Titel unglücklicherweise einen Rechtschreibfehler: Starben wirklich ("réel[l]ement") sechs Millionen?" Der Journalist sagt, daß diese von "eine[r] "Historical Review Press" mit Sitz in Richmond/Surrey gedruckt wurde und einen Schriftsteller namens Richard E. Harwood zum Autor hat".

Die Besprechung findet sich auf Seite 13 in Le Monde vom 17/18.7.1977 . Sie umfaßt 15 Absätze.

Zu Absatz 1: Der Journalist sagt, daß "Historical Fact Nr. 1" "in der Art einer Signatur" auf dem Titelblatt stünde.

Bemerkung: Es handelt sich nicht um eine Art Signatur. Diese eingerahmte Formulierung verweist auf den Titel. Die Signatur erscheint auf Seite 3a: "Richard E. Harwood".

Zu Absatz 2: Der Journalist gibt seinem Leser keinen Hinweis, wie dieser sich die Broschüre verschaffen, sie lesen und sich ein persönliches Urteil bilden könnte. Dieser Hinweis wäre um so eher am Platze, als auch nach Auffassung des Journalisten der Verlag nicht bekannt ist; es handele sich um "eine "Historical Press Review"" (siehe weiter oben).

Ergänzende Bemerkung: Hiermit sei die Anschrift von H.P.R. mitgeteilt: 23, Ellerker Gardens, Richmond, Surrey, TW10 6AA, England. (Die Adresse ist in der Broschüre angegeben).

Zu Absatz 3: Der Journalist sagt, diese Broschüre sei "an einen sehr großen Personenkreis verteilt" worden, "und sicher kostenlos".

Bemerkung: Der Journalist erläutert den Sinn dieses "sicher" nicht.

Zu Absatz 4: Der Journalist sagt, daß "sechs Millionen Juden dem von den Nazis begangenen Völkermord zum Opfer gefallen sind". Er fügt hinzu: dies zu leugnen "wäre ungeheuerlich".

Bemerkung: Diese Zahl, dieses Wort vom "Völkermord", dieses "ungeheuerlich", all das wird vom Journalisten vorgetragen, als handele es sich um Unbestreitbares, das keine Diskussion vertrüge.

Zu Absatz 5: Der Journalist sagt, daß nach R.E. Harwood "die Nazis zwischen 1939 und 1945 keineswegs sechs Millionen Juden vernichtet haben, sondern höchstens "einige Tausend".

Bemerkung: In Wirklichkeit sagt Richard E. Harwood -- so wie es auch der Journalist im folgenden Satz präzisiert --, daß kein Jude Opfer eines Willens zur Vernichtung geworden ist. Was die Zahl der jüdischen Verluste während des Zweiten Weltkrieges betrifft (man spricht beispielsweise auch von "alliierten Verlusten" oder von "Verlusten der deutschen Zivilbevölkerung"), so sind diese von R. E. Harwood keineswegs zum Gegenstand derart verwirrender und widersprüchlicher Schätzungen, auf daß sich niemand mehr zurechtfinde, geworden. Auf Seite 8a zwei amerikanische Statistiken aus den Jahren 1938 und 1948 vergleichend, kommt er zu dem Schluß, daß sich nach diesen Statistiken lediglich "einige tausend" angeben ließen. Auf Seite 34a aber scheint er von einer Million an Verlusten auszugehen, wenn er einerseits das von Paul Rassinier kalkulierte Maximum und andererseits die Zahl von 896.892 Toten zitiert, die -- Harwood zufolge -- Raul Hilberg ermittelt hat. Schließlich schätzt er auf Seite 35, daß "300.000 Menschen zwischen 1939 und 1945 als Opfer politischer, rassischer oder religiöser Verfolgung in den Gefängnissen und Konzentrationslagern starben". Aber "nicht alle Opfer waren Juden", fügt er hinzu. Nebenbei ist festzuhalten, daß Harwood für diese Statistik das Internationale Rote Kreuz als Quelle angibt und seinen Leser auf Die Tat (Zürich) vom 19.1.1955 verweist. Daß diese Statistik offenbar tatsächlich vom IRK stammt, diesen Schluß läßt eine Überprüfung zu; auf jeden Fall ist anzumerken, daß Die Tat dies nicht direkt angibt, und vor allem, daß es sich bei den 300.000 um eine Angabe der Zahl der deutschen Opfer (die Juden eingeschlossen) handelt. (Eine Bemerkung zu dieser Zahl: diese Angabe ist beträchtlich übertrieben. Die Zahl der ermittelten Opfer - -d.h. die einzige Zahl, die ein Historiker als "Opfer nationalsozialistischer Verfolgung" aufnehmen kann -- wurde am 31. Dezember 1976 mit 357.190 angegeben, davon entfallen 51.000 auf Auschwitz und seine Nebenlager. Dazu: Internationaler Suchdienst, 34454 Arolsen, von A. de Coquatrix, dem Direktor des ISR, auf der Wiener Konferenz am 12.4.1977 vorgestellte Ausarbeitung, 11 Seiten.)

Zu Absatz 5 (2): Der Journalist schreibt weiter: Auch sind diese Juden nach Harwood "nicht massakriert, erschossen, geköpft, vergast, verbrannt, ermordet worden: sie wurden Opfer des Typhus' oder anderer Krankheiten", wie die Deutschen, wegen der Alliierten.

Bemerkung: R. E. Harwood nennt in der Tat den Typhus, die Krankheiten oder Epidemien, Hunger und Hungersnot. Aber er erwähnt auch die in den Partisanenkriegen umgekommenen Juden (S. 15a) oder die während des "dramatischen Aufstandes im Warschauer Ghetto" (S. 20b.). Er sagt nirgendwo, die Juden wären durch eine Art Privileg den Schrecken dieses Krieges (den Geiselnahmen, Hinrichtungen, Attentaten, Bombardierungen) entgangen. Was er umgekehrt sagt (und das ist ein Punkt, auf dem er besteht, in dem er dazu auffordert, das Gegenteil zu beweisen) ist, daß Hitler niemals den Befehl gegeben hat, jemanden aufgrund seiner Rasse oder seiner Religionszugehörigkeit zu töten. Von einem "mündlichen Befehl" oder von einem "umschriebenen Befehl" zu sprechen, fügt er hinzu, gehöre in das Gebiet der Spekulation. Er besteht darauf, daß, Jude zu sein, Gefangenschaft und auch Zwangsverschickung habe bedeuten können, nicht aber den Tod. Es hat Konzentrationslager gegeben, aber keine Vernichtungslager. Die Öfen der Krematorien hat es gegeben: in ihnen hat man die Leichen verbrannt, statt sie zu beerdigen. Die "Gaskammern" sind von der Kriegspropaganda vollständig erfunden worden.

Zu Absatz 6: Der Journalist schreibt, "daß es für R.E.H. 1939 in Deutschland, Österreich und in den alsbald von der deutschen Armee besetzten Ländern Europas noch höchstens drei Millionen Juden gab, an Stelle von neun Millionen zehn Jahre zuvor".

Bemerkung: Der Historiker spricht nicht von 1929 (1939 weniger zehn). Er sagt, daß es 1933 in diesem Teil der Welt 6.500.000 Juden gegeben habe, eine Zahl, die sich durch die aufeinander folgenden Auswanderungen nach Westen, Süden, und, vor allem nach 1941, in das Innere der Sowjetunion zu dieser Zeit auf drei bis vier Millionen verringerte (S. 35a: vier Millionen, S. 35b: drei Millionen).

Zu Absatz 7: Der Journalist spricht, von Kleinigkeiten abgesehen, die Wahrheit.

Zu Absatz 8: Der Journalist sagt, für Harwood waren diese Lager nichts anderes als wohl organisierte und gut geführte Produktionszentren. Man wurde hier gezwungen, zu arbeiten, das ist richtig, aber man wurde gut behandelt, gut ernährt, medizinisch versorgt -- mit einigen Ausnahmen gegen Kriegsende vielleicht".

Bemerkung: Der Journalist spricht im wesentlichen die Wahrheit. Der Historiker minimiert das Leid der in die Lager zwangsverschickten. Er hat nur jene Zeugen berücksichtigt, die in seinem Sinn aussagten. Er hat zeigen wollen, daß man sich bei der Beschreibung des Lagerlebens kolossaler Übertreibungen schuldig gemacht hat. Im Hinblick auf die mehr als eine dreißig Jahre lang fortgeführte Kriegspropaganda bringt er gewisse Stellen in den Ausführungen von Margaret Buber(-Neumann), von Charlotte Bormann (S. 25b), von Dr. Barton (S. 29a-b), sowie "gewisse unter Eid geleistete Erklärungen aus dem Prozeß von Nürnberg", die nicht offengelegt wurden (S. 28b), wieder in Erinnerung. In bezug auf Bergen-Belsen (die Mehrzahl der Schreckensbilder stammen aus diesem Lager, das zum Teil für Kranke bestimmt war), spricht er von einem "Chaos" bei Kriegsende (S. 28b).

Zu Absatz 8 (2): Der Journalist sagt, nach Harwood waren in keinem Konzentrationslager "jemals "Gaskammern", noch wirkliche Krematoriumsöfen vorhanden".

Bemerkung: Harwood sagt, daß es niemals auch nur eine einzige dieser "Gaskammern" getauften Monströsitäten gegeben habe. Dagegen sagt er ganz unzweideutig, man habe Leichen in Krematorien verbrannt, in normalen Krematoriumsöfen, statt sie zu beerdigen. Er schreibt: "Christophersen (Autor der Auschwitz-Lüge, 1973) erkennt an, daß es in Auschwitz gewiß Krematoriumsöfen gegeben habe, denn in dem Lager lebten 200.000 Personen und in jeder Stadt mit 200.000 Einwohnern gibt es auch ein Krematorium (Harwood S. 20a). Er schreibt weiter im Hinblick auf den Ofen des Krematoriums in Dachau: "[Er war] den derzeit auf allen Friedhöfen genutzten Öfen ähnlich; er wurde schlicht und einfach zur Einäscherung der Leichen der im Lager aufgrund verschiedener natürlicher Ursachen, inbesondere an Infektionskrankheiten, gestorbenen benutzt. Der Erzbischof von München, Kardinal Faulhaber, hat hierfür einen schlüssigen Beweis geliefert. Er ließ [nach Kriegsende] die Amerikaner wissen, daß infolge der Bombardierungen vom September 1944 durch die Alliierten 30.000 Personen ums Leben gekommen seien. Der Erzbischof hatte [zu dieser Zeit] bei den deutschen Behörden angefragt, ob die Leichen der Opfer im Krematorium von Dachau verbrannt werden könnten; man antwortete ihm, das sei unmöglich, denn es gäbe dort nur einen einzigen Ofen, mit dem so viele Leichen nicht verbrannt werden könnten" (S. 27a).

Zu Absatz 8 (3): Der Journalist schreibt Harwood folgende Bemerkung zu: "All diese frei erfundenen Berichte, die gefälschten Fotos, all die Bücher und Filme, die diese Lager als Orte der Vernichtung, der Folter und des Todes vorführen, verbreiten Lügen und Verleumdungen."

Bemerkung: Das ganze Heft hindurch nennt der Geschichtsschreiber spektakuläre Beispiele dieser Fälschungsindustrie. Das Nürnberger Gericht hat (Artikel 19 des Statutes) die Verwendung von Fälschungen zynischerweise zugelassen: "Der Gerichtshof ist an Beweisregeln nicht gebunden..." (Harwood, S. 12a). Man hielt sich bei der Produktion von Fälschungen um so weniger zurück, als keinerlei juristische Verfolgung des Gebrauchs dieser Fälschungen möglich war. Hinzu kommt das Geschäftliche. Manchmal haben sich selbst Juden über diese wuchernden Fälschungen empört: Martin Gray beispielsweise in Au nom de tous les miens (S. 25a-b). Der Historiker betrachtet alle Memoiren, "Geständnisse" oder "Bekenntnisse", in denen die Lager als Orte der "Vernichtung" dargestellt werden, als Fälschungen. Die von ihm genannten Beispielen (Höß, Gerstein, Nyiszli, die bemerkenswerte Fotomontage auf S. 30a, usw.) begegneten offenbar keiner Gegenrede. In einem einzigen Punkt ist seine Argumentation wertlos: in bezug auf das Tagebuch der Anne Frank. Dieses Tagebuch ist sehr leicht -- mit anderen Mitteln, als Harwood sie einsetzt - -als Fälschung zu demontieren.

Absatz 9: Der Journalist meint, Harwood menge "das Internationale Rote Kreuz, die Zürcher Zeitschrift Die Tat vom 19.1.1955, usw. in einen Wust von Zitaten, auf daß sich keiner mehr zurechtfinde."

Bemerkung: Man könnte nach dem Sinn dieser Worte fragen, angenommen, sie hätten einen. Beklagt sich der Journalist über zu viele Zitate?

Absatz 10. Der Journalist meint, R.E.H. stütze seine Beweisführung auf "Zitate bekannter wie unbekannter, kaum auszumachender oder imagin,rer Autoren".

Bemerkung: Da der Journalist kein Beispiel zur Bekräftigung seiner Behauptung zitiert, ist nicht in Erfahrung zu bringen, wen er mit "unbekannten" und vor allem mit "imaginären Autoren" meint.

Absatz 10 (2): Der Journalist meint, nach Harwood "sind alle Geständnisse der Nazis diesen nach der Niederlage des "Reichs" durch systematische Folterung seitens der Alliierten abgepreßt worden".

Bemerkung: Der Journalist vergißt mitzuteilen, daß die Amerikaner selbst ehrenhaft genug waren, anzuerkennen, daß in vielen Fällen zielgerichtet und auf das schwerste gefoltert wurde. Man vergleiche dazu den Bericht der Simpson-Kommission aus dem Gefängnis Schwäbisch-Hall zum Malmedy-Prozeß (Sepp Dietrich, Jochen Peiper, Oswald Pohl): Richter Edward L. van Roden erklärt, daß "von 139 untersuchten Fällen 137 dieser deutschen Soldaten (und einzig im Zusammenhang mit Untersuchungen zu Malmedy) durch Tritte in die Hoden unheilbare Verletzungen davontrugen. Diese Tritte waren bei den Verhören der Amerikaner üblich. [...] Die Männer wurden zu menschlichen Trümmern reduziert, die jedes von der Staatsanwaltschaft gewünschte Geständnis zu murmeln bereit waren" (S. 13a-b). Dem Historiker sind weitere Fälle verbürgter Folterung durch die Alliierten bekannt, insbesondere seitens der Sowjets und der Polen (die Fälle Wisliceny, [Ohlendorf], Rudolf Höß). Um jene extravaganten Fälle zu erklären, in denen die Verantwortlichen die Existenz von "Gaskammern" für Lager "gestanden", derbezüglich die Alliierten schließlich haben zugeben müssen, daß es dort keine gab, beschränkt sich der Geschichtsschreiber nicht darauf, nur die Folter zur Erklärung heranzuziehen. Von "Geständnissen unter Zwang" ist die Rede, "oder weil eine Reduzierung der Strafe versprochen wurde"; - dazu Seite 16b, die Affäre Bach-Zelewski. Von Drohungen, jemanden an die Sowjets oder die Polen auszuliefern, von Erpressungen mit dem Entzug der Lebensmittelkarten für die Angehörigen des Beschuldigten, Maßnahmen, die gegen die Soldaten ergriffen wurden, wenn der Offizier nicht "gestand", und umgekehrt. Dazu der ungeheure moralische Druck, der von Gericht und Justizapparat des Siegers auf den Beschuldigten ausgeübt wurde; der heldenhafte Mut, über den die Entlastungszeugen verfügen mußten, um zur Verteidigung der im voraus ohne jedes Berufungsrecht verurteilten "Verbrecher" auszusagen: diese und viele andere Dinge sind es, die diese "Zeugnisse" und "Geständnisse" erklären, -- sei es, daß der Historiker selbst darauf genauer eingeht oder das an anderer Stelle zu vergleichbaren "Geständnissen" festgestellte in Erinnerung ruft.

Zu Absatz 10 (3): Der Journalist meint, im Heft Harwoods stoße man "auf eine Fülle beeindruckender Gutachten, die offensichtlich nicht überprüfbar sind, oder, falls man versucht, sich eines davon näher anzusehen, sich als, ausnahmsweise vielleicht, grob verfälschend erweisen."

Bemerkung: Der Journalist nennt keinerlei Beispiel zur Unterstützung dieser Behauptung (man vergleiche auch unsere Bemerkung "Ein Beispiel" weiter unten). Auch wüßte man gern, was ein "unüberprüfbares" Gutachten ist (wollte der Journalist vielleicht "unvollständiges" Gutachten sagen?) und vor allem, worum es sich bei "Gutachten, die offensichtlich nicht überprüfbar sind" handelt.

Absatz 11: Der Journalist schreibt: "Ein Beispiel: die Broschüre bezieht sich auf den "bedeutenden amerikanischen Historiker Harry Elmer Barnes" (?), der im Rampart Journal (??) irgendwann im Sommer 1967 sinngemäß -- gleichwohl wird in Anführungszeichen "zitiert" -- geschrieben haben soll, daß es in den "Todeslagern" keine systematische Vernichtung gegeben habe."

Bemerkung: Harry Elmer Barnes war ein international anerkannter Historiker. Er hat während seiner dreißigjährigen Universitätskarriere viel publiziert. Ihm zu Ehren haben seine ehemaligen Schüler einen 884 Seiten starken Sammelband veröffentlicht. Beim Rampart Journal of Individualist Thought handelt es sich keineswegs um eine fiktive Publikation. Der Verweis "Sommer 1967" ist richtig (Band 3, Nr. 2). Der Aufsatz Barnes' titelt: "The Public Stake in Revisionism" ("Das öffentliche Interesse am Revisionismus"). Nirgendwo behauptet Harwood, er zitiere Barnes sinngemäß, um dann Anführungszeichen zu setzen! Von Anfang an zitiert er alles von Barnes in Anführungszeichen. Die zitierte Passage hat keineswegs den Sinn, den der Journalist ihr unterstellt. In dieser Passage, die von außerordentlicher Bedeutung ist, steht, daß die Sieger versucht haben, gewisse Lager im Westen nicht nur als Konzentrationslager, sondern als Vernichtungslager gelten zu lassen (Dachau, Buchenwald, usw.). Als dieser Vorwurf später nicht mehr aufrechtzuhalten war, übertrug man ihn nach Osten. Diese Lager aber, namentlich der Komplex in Auschwitz, waren, wie Harwood bemerkt, mehrere Jahre nach dem Krieg noch immer nicht zu besichtigen. Die gesetzten Anführungszeichen machen auf eben dieses "Mißgeschick" der unmittelbaren Nachkriegszeit, nicht Auschwitz, sondern Buchenwald zum Zentrum der Schreckenspropaganda erwählt zu haben, aufmerksam.

Absatz 11 (2). Der Journalist versieht den Namen Berta Schirotschin mit drei Fragezeichen, nachdem er bereits hinter H.E. Barnes eines und hinter Rampart Journal zwei Fragezeichen setzte.

Bemerkung: Man kann den Historiker nicht dafür verantwortlich machen, daß nicht alle Namen der in Dachau Internierten weltweit bekannt sind. Dieser achtet darauf, wenn er Ernst Ruff, Jan Piechowiak und Berta Schirotschin zitiert, auf die Art ihres Aufenthalts und ihre Tätigkeit in Dachau hinzuweisen.

Zu den Absätzen 12 bis 15: Die vier letzten Absätze erfordern keine spezielle Kommentierung. Der Journalist gibt hier seine Meinung einer Broschüre gegenüber wieder, die er, wie man feststellen konnte, nur sehr oberflächlich durchgesehen hat. Er urteilt in Begriffen wie "stupide", "fantastisch", "so ungeheuerlich dumm wie ehrlos, daß man sich übergeben möchte", "unerhörte Behauptungen", "einfältig", "Gaukeleien", "regelrechte Idioten", "Scharlatane", "Verkäufer von Wundermitteln", "Schurken aller Art", und "Lügt nur drauflos, es wird immer etwas hängenbleiben". Abschließend verleiht der Journalist seinem Glauben an die Schrecken der Konzentrations- und Vernichtungslager erneut Ausdruck.

Es ist die Zeit, da Faurisson eine kurze Zusammenfassung seiner Forschungsergebnisse unter dem Titel "Die Probleme der Gaskammern" redigiert, die offenbar niemand veröffentlichen will. Er drängt gegenüber Le Monde darauf, was ihm eine neuerliche Antwort Pierre Viansson-Pontes einbringt (vom 6.8.1977):

"Ich habe Ihnen nichts anderes getan, als die Spalten unserer Zeitung für ihre feurigen Schmähschriften geschlossen zu halten. Ich verstehe nicht, wie Sie von einem "Schaden", den ich Ihnen verursacht habe, sprechen und Wiedergutmachung fordern können.

Das eine oder das andere: entweder Sie fühlen sich mit den Nazis solidarisch, und sind von einer Art Vorsehung mit der Mission beauftragt worden, diesen zu Recht und Ansehen zu verhelfen, indem Sie ungeheuerliche Absurdit,ten verbreiten. In diesem Fall werde ich in der Tat im voraus urteilen und Sie am Spielen dieses meines Erachtens ziemlich unwürdigen Spieles hindern.

Oder Sie sind tatsächlich der Nazi-Gegner, dem es, wie Sie schreiben, einzig und allein um die historische Wahrheit geht. In diesem Fall bin ich gern bereit, Sie anzuhören.

Allerdings unter einer mir natürlich erscheinenden Voraussetzung. Sie bringen unbekannte "Zeugen", weisen alle Geständnisse, die nicht in Ihrem Sinn sind, zurück, stellen unbewiesene Behauptungen auf. Ich habe das Recht, auch meinerseits, wie ich es jedem Spezialisten, einem jeden Wissenschaftler gegenüber -- der Sie versichern zu sein -- es tun würde, Vorsorge zu treffen. Bringen Sie mir die Bürgschaft einer Person, deren menschliche und fachliche Qualit,ten in bezug auf diesen Gegenstand allgemein anerkannt sind; die bereit ist, über Ihre Thesen nachzudenken -- noch nicht einmal, Ihnen zuzustimmen -- und ich werde diese veröffentlichen. Und da Sie sich in Ihren Texten immerzu auf Frau Germaine Tillion beziehen, deren Integrität, Wissen und Erfahrung über jeden Verdacht erhaben sind, will ich sie als Richterin und Zeugin bestimmen. Sollte sie mir sagen oder mir schreiben, Sie seien nicht im Unrecht, so werde ich mich dem beugen.

Ich gehe noch weiter. Anstelle von Frau Tillion werde ich auf gleiche Weise den Rat einer anderen Person annehmen, die Sie erwähnen: auch Frau Olga Wormer-Migot, Historikerin und Spezialistin in Sachen Konzentrationslager, deren System sie zum Gegenstand ihrer Doktorarbeit und vieler ihrer Werke gemacht hat, wird gleichermaxen anerkannt.

Es versteht sich, daß ich Sie ohne die Bürgschaft des einen oder anderen dieser anerkannten und erprobten Fachleute, denen ich voll und ganz vertraue, für einen Fälscher und gefährlichen Irren halten werde. Und ich im übrigen die notwendigen Maßnahmen ergreifen werde, um Sie daran zu hindern, mich weiterhin -- wie bislang geschehen -- zu diffamieren."

Eine Art Ehrengericht also schlägt Viansson-Ponte vor. Zur Lösung einer geschichtlichen Fragestellung gewiß nicht ausreichend, könnte es Faurisson von den umlaufenden, auf seine Person gezielten Beschuldigungen, vielleicht reinwaschen. So sieht sich Letzterer am 18.8.1977 also in der Pflicht, Frau Wormser-Migot seine Situation zu erklären:

"Chere Madame, Es ist jetzt drei Jahre und eine Woche her, daß ich mich, die Zeitung Le Monde öffnend, von einer ehemaligen Deportierten -- ohne meinen Namen zu nennen, gleichwohl auf mich hinweisend -- als ein "Fälscher", "armer Irrer", "perverser Geist" behandelt sehe. Und das, weil ich gewagt hatte, an der Existenz der hitler'schen "Gaskammern" zu zweifeln. Bei einem Gespräch am 24.9.1974 in Ihrem Hause, das Sie mir freundlicherweise gewährten, haben Sie mich Ihre Mißbilligung dieses "Zeugnisses" wissen lassen; auch jene, die es anging, Frau Delbo, haben Sie davon in Kenntnis gesetzt.

Am selben Tag versprachen Sie mir, bei Herrn Raymond Las Vergnas vorzusprechen, um ihm Ihre Ablehnung des Textes der Sorbonne Nouvelle, in dem meine Forschungen verdammt werden, mitzuteilen.

Am selben Tag noch sagten Sie mir Unannehmlichkeiten aller Art voraus, wenn ich den einmal eingeschlagenen Weg weiter verfolge. Sie bestätigten mir, was ich hinsichtlich der ernsthaften Behelligungen, die Ihnen die drei Seiten über die "Probleme der Gaskammern" eingetragen haben, schon wußte.

Sie haben sich nicht geirrt. Hier eine kurze Liste der mir nacheinander zugestoßenen Mißlichkeiten:

-- 1974 eine von Israel ausgehende Pressekampagne, Tribune juive-Hebdo, Le Canard enchainé, Le Monde, Le Droit de vivre, L'Humanité (vermutlich), der Rabbiner Kaplan im Fernsehen; man nennt meinen Namen; man zeigt auf mich; man veröffentlicht meine Wohnanschrift; ich erhalte eine Flut von Drohbriefen, die gelegentlich Unterschrift und Briefkopf tragen; beleidigende Schmierereien an meinem Haus; telefonische Beleidigungen; man beschimpft meine Tochter; man beleidigt meine Frau.

-- Die Sorbonne Nouvelle verdammt -- vollkommen den Sinn seiner Forschungen, von denen sie übrigens absolut nichts weiß, verzerrend -- Faurisson und geht so weit zu sagen, er gehöre der Universität Sorbonne Nouvelle nicht an.

-- Auch von Seiten meines Instituts werde ich in beleidigenden Worten verurteilt; ich werde weder angehört, noch in Kenntnis gesetzt; alles geschieht hinter meinem Rücken; ich erfahre von der Verurteilung erst nachträglich.

-- Nachdem die Tribune juive-Hebdo nahegelegt hatte, daß in der SNESup für mich kein Platz sei (ich gehöre der SNESup und vorher der SNES, deren Sektionssekretär ich war, seit zwanzig Jahren an), werde ich aus der Gewerkschaft ausgeschlossen; auch diesmal werde ich weder gehört noch informiert; ich erfahre zufällig und nachträglich von der Bestrafung; ich verlange, gehört zu werden: vergebens. Ich schicke den Vorgang an die Konfliktkommission, die den Fall ohne förmliches Verfahren schnell abfertigt.

-- Lyon 2, meine neue Universität, trifft eine beispiellose Entscheidung: ich werde für das Auswahlverfahren um eine Professur ohne Lehrstuhl, um die ich mich bewarb, nicht berücksichtigt. Sie wissen, daß eine Universität, wenn sie der Karriere eines Dozenten etwas in den Weg legen will, dies nicht auf diese Weise tut. Es genügt, den Namen des Kandidaten auf der Liste der Bewerber an die letzte Stelle zu setzen. Sich anders zu verhalten, sich wie in meinem Fall zu verhalten, das bedeutet einen sehr schwerwiegenden Schritt, für den es entsprechend schwerwiegende Gründe geben muß; derart schwerwiegende, daß der Kandidat zum mindesten gehört werden und nach erfolgter Entscheidung eine entsprechende Mitteilung erhalten müxte. Ich aber erhielt lediglich durch Zufall und durch eine Indiskretion Kenntnis von dieser Entscheidung. Aber hören Sie, wie leicht man es im folgenden mit der Wahrheit nahm. Ich hatte die Autoritäten der Universität mit dem Rücken zur Wand, und zwar Dank des Verwaltungsgerichtes Lyon und des Staatsrates. Beim ersten Mal hieß es, man werfe mir vor, eine Nazi zu sein; der Grund: ich leugnete die der Existenz der Konzentrationslager oder der "Gaskammern" ad libitum. Beweisstück der Anklage: Zeitungsausschnitte aus Le Canard enchainé, Le Monde usw. Beim zweiten Mal hieß es, man werfe mir nicht vor, ein Nazi, sondern ein Geisteskranker zu sein: aus den nämlichen Gründen, bei eben der Beweislage. Beim dritten Mal ist man noch weiter gegangen. Man hat die beiden vorhergehenden Beschuldigungen zugunsten folgender, diesmal beim Verwaltungsgericht vorgetragener, Begründung vollständig aufgegeben: "Herr Faurisson hat niemals etwas veröffentlicht, und zwar nach seiner eigenen Aussage". Beweisstück diesmal: ein Brief von mir. In diesem Brief, den ich an den Rektor der Universität gesandt hatte, ihm mein Erstaunen bezüglich der Beschuldigung des Nazismus auszudrücken, schrieb ich in der Tat, daß ich, da "ich nichts publiziert habe", nicht erkennen könne, worauf diese Anklage beruhe. Diese Formulierung bedeutete selbstverständlich, daß ich nichts publiziert habe, was zu dem Gedanken Anlaß geben könne, ich sei ein Nazi. Man nahm diese Wortfolge aus meinem Brief heraus, um aus mir einen Dozenten zu machen, der noch niemals auch nur ein einziges Buch oder einen Aufsatz veröffentlicht hatte. Die Amputation war um so zynischer, als meine Bewerbungsunterlagen eine seitenlange Liste meiner Veröffentlichungen enthielten, von denen verschiedene in Frankreich und im Ausland einigermaßen bekannt sind.

Ich übergehe drei, vier üble Taten, um die ich diese Aufzählung erg,nzen könnte; ich übergehe den Umstand, daß mein Leben schwierig geworden ist; ich übergehe, daß ich, ohne über Geld zu verfügen, Rechtsanwälte bezahlen muß; ich übergehe, daß meiner Frau, die an einer schweren Depression leidet, all diese Widrigkeiten nicht erspart geblieben sind.

Aber, sehen Sie, ich fühle mich sauber, während sich eine Reihe von Leuten die Hände schmutzig gemacht haben. Ich gelte als "Nazi", so wie ich zu anderer Zeit als "Tommy" gegolten hätte oder wie man mich, wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte, beschuldigen würde, im Dienst des "Judeo-Marxismus" zu stehen.

Ich werde ohne abzuweichen meinen Weg gehen. Sie haben mir gesagt, daß ich Ihnen naiv vorkomme. Unter uns gesagt, halte ich mich für etwa so naiv wie Voltaire. Voltaire war naiv und, als guter Franzose, anfallsweise mutig, ohne große Beständigkeit. Alles in allem würde ich meine Arbeit eher mit der von Jean Norton Cru vergleichen, der sein Werk, ungeachtet aller Beschimpfung und ohne an den Menschen zu verzweifeln, zu Ende geführt hat.

Ich bin zu dem Schluß gekommen, daß Hitlers Gaskammern niemals existiert haben. Der Beginn meiner Nachforschung liegt nun schon viele Jahre zurück. Als ich Sie besuchen kam, war mir die Fragestellung längst vertraut. Da Sie mir sympathisch waren, ich Sie in Ihrer Sensibilit,t nicht verletzen wollte und auch -- seien wir offen -- weil dies meine Art der Nachforschung ist, habe ich Ihnen seinerzeit nichts von dem, was ich im einzelnen über die "Dokumente" Höß, Gerstein, oder die "Zeugnisse" von Nyiszli und Konsorten wußte, anvertraut. Ich habe Ihnen nicht gesagt, daß ich Ihnen die beiden "Aussagen" Dr. Bendels auswendig rezitieren könnte. Sie werden sich erinnern, was ich Ihnen wenig später über das "Dokument" NO-365 schrieb: ein Beispiel unter vielen anderen für die betrügerische Darstellung durch das Dokumentationszentrum für Jüdische Zeitgeschichte.

Sie haben mir ein Foto der "Gaskammer" in Majdanek geschickt, das -- wie Sie schrieben -- um so kostbarer sei, als es aus einer Zeit vor der "gestalterischen Tollheit, die bei der Umformung des Museums Pate stand" herrührt (ich zitiere Sie aus dem Gedächtnis). Dieses Foto zeigt einen Duschraum. Diesen Ort habe ich 1975 besucht: die Dimension dieses Betruges läßt sich nicht übertreffen. Es ist zum Lachen. Ich habe Auschwitz und Birkenau 1975 und 1976 besucht. Ich verfüge über ein reichhaltiges Fotoarchiv zu allem, was mit den "Gaskammern" der beiden Lager in Beziehung gebracht wird. Ich verfüge über Kopien höchst interessanter Pläne beider Konzentrationslager, die zu veröffentlichen man sich wohlweislich hütet.

Ich habe eine Unmenge von diesen NO-, NI-, NIK-, PS- usw. -"Dokumenten", -"Zeugenaussagen" und -"Affidavits" der IMT-, NMT-, des Frankfurter und anderer Prozesse gelesen. Ich habe die Stenogramme vom Prozeß in Jerusalem studiert. Auch habe ich eine Menge Bücher der Richtung Hilberg-Reitlinger, wie auch der Richtung Rassinier-Butz, gelesen.

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ANMERKUNGEN

11. SNESup, Konfliktkommission, Beschluß vom 4.10.1975.

12. Le Monde vom 16.1.1979.

13. Von Charlotte Delbo existieren vier Berichte zur Deportation: Aucun de nous reviendra, Une connaissance inutile, Mesure de nos jours, Le Convoi du 24 janvier (alles Ed. de Minuit), sowie ein Stück mit dem Titel Qui rapportera ces paroles? (Oswald).

14. Charlotte Delbo in Le Monde vom 11.-12.8.1974.

15. "A l'usage des générations futures, Autopsie d'Auschwitz"; das besprochene Buch ist: Hermann Langbein: Hommes et Femmes a Auschwitz, Paris 1975, Fayard, 53 S.; Le Monde vom 19.5.1975.

16. Faurisson begeht hier einen Fehler, den er in seiner letzten Fassung der Studie zum Tagebuch der Anne Frank vermeidet.


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Zweiter Teil, Kapitel 2, Teil 1, "Die eigentliche Affäre Faurisson" von Historische Warheit oder Politische Wahrheit ? Die Macht der Medien : Der Fall Faurisson, Berlin, 1994, Verlag der Freunde, Postfach 350264, 10211 Berlin, S. 5-21. Übertragung aus Französisch von Andreas Wolkenpfosten. ISBN 3-9803896-0-X. Es ist besser das Buch von den Verlag zu kaufen.

Originalausgabe : Serge Thion, Vérité historique ou vérité politique, Paris, La Vieille Taupe, 1980.



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