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Serge Thion

Historische Wahrheit oder Politische Wahrheit?

Die Macht der Medien: der Fall Faurisson

Zweiter Teil

Kapitel III

Der Skandal bricht los

Das Interview Darquiers, des ehemaligen Beauftragten für Jüdische Angelegenheiten des Vichy-Regimes, in L'Express war der Funke für das Pulverfaß. Für Faurisson "ist die Zeit reif, ist der Augenblick gekommen". Am 1.11.1978 schickt er von seinem Aktenberg herab einen ziemlich provokanten Rundbrief an verschiedene Zeitschriften:

Ich hoffe, daß verschiedene der Worte Louis Darquier de Pellepoix', die der Journalist Philippe Garnier-Raymond ihm unterstellt hat, das breite Publikum endlich entdecken lassen, daß es sich bei den angeblichen Massakern mittels "Gaskammern" und dem angeblichen "Völkermord" um ein und dieselbe Lüge handelt, die bislang unglücklicherweise durch die offizielle Geschichtsschreibung (jener der Sieger) und durch die ungeheure Macht der Massenkommunikationsmittel aufrechterhalten wurde. Wie der Franzose Paul Rassinier (der ehemalige Widerstandskämpfer und Deportierte), wie der Deutsche Wilhelm Stäglich, wie der Engländer Richard E. Harwood, wie der Amerikaner Arthur R. Butz (Autor von Der Jahrhundert-Betrug, eines derart bemerkenswertes Buches, daß man darauf offensichtlich nicht zu antworten weiß), wie zwanzig andere Autoren, die man ganz nach Belieben mit Schweigen übergeht oder mit Verleumdungen bedenkt, erkläre ich hiermit, wie ich es auf dem "Nationalen Kolloqium von Lyon: Kirchen und Christen während des Zweiten Weltkrieges" (27.-30.1.1978) erklärt habe: "Die Massaker mit den angeblichen "Gaskammern" sind eine Geschichtslüge". Niemals hat Hitler angeordnet oder zugelassen, daß irgend jemand aufgrund seiner Rasse oder seiner Religion getötet wurde. Ich suche weder jemand zu beleidigen noch zu rehabilitieren. Bis zum Beweis des Gegenteils halte ich daran fest, meine Recherchen den üblichen Regeln wissenschaftlicher Forschung entsprechend durchgeführt zu haben. Ich bin zu jeder Diskussion über die Frage der "Gaskammern" und des "Völkermordes", zu jeder Begegnung, zu jedem mit der gebotenen Sorgfalt aufgezeichneten Interview bereit: dies habe ich gegenüber verschiedenen Verantwortlichen, gegenüber verschiedenen Organen der Information und der Publikation (gegenüber Tribune juive-Hebdo beispielsweise) immer wieder erklärt, und ich wiederhole es heute. Das Licht der Erkenntnis kommt weder aus einem "Dokudram" wie dem Holocaust, noch von der LICA, noch von empörten Protesten; es kann nur von einer gleichgewichtigen, jeder These die gebührende Aufmerksamkeit schenkenden Untersuchung her kommen. Ich für meinen Teil liebe das Licht.

Keine Bewegung bei Le Monde. Man kennt den Mann und man lebt in der Furcht, daß er eines Tages ankommen und versuchen könnte, einen Redakteur irgendwo auf dem Flur abzufangen und ihm gewichtig zu predigen. Beim Le Matin de Paris hat man von der Affaire noch nichts gehört, und die Pariser Redaktion beauftragt Claude Regent, ihren Lyoner Korrespondenten, Kontakt mit Faurisson aufzunehmen. Sie treffen sich, mit Kassettenrekordern bewaffnet, am 8.11. im Sofitel. Der Gesprächsbeginn ist wie folgt aufgezeichnet:

R.F.: Es herrscht doch wohl Übereinstimmung, daß ich Ihnen dieses Interview unter verschiedenen Bedingungen gewäre, die wir zuvor telefonisch bestimmt haben. Die erste ist, daß es letzten Endes um ein schriftliches Interview geht. Wir unterhalten uns heute ein wenig, und dann werden Sie Ihre Fragen stellen. Diese Fragen werde ich schriftlich festhalten. Und daraufhin werde ich versuchen, Ihnen morgen eine Antwort zu übermitteln. [...] Jedoch stelle ich meinerseits Bedingungen an Le Matin. Meine Bedingungen sind die folgenden: es wird eine Veröffentlichung in extenso oder gar keine Veröffentlichung geben. Es ist an Ihnen, das zu entscheiden. Wieviele Seiten, wie lang sollte Ihrer Meinung nach das geschriebene Interview sein?

C.R.: Sehr kurz. Ich kann heute die Länge nicht wirklich bestimmen.

R.F.: Wir sollten in diesem Punkt sehr genau sein: der Text muß vollständig sein, oder er erscheint nicht. Das heißt beispielsweise, wenn ich Ihnen ein Typoskript von sechzig Zeilen gebe, so sind es sechzig Zeilen, mit Titeln und Zwischentiteln.

C.R.: Ich kann so etwas nicht versprechen.

R.F.: Gut. Aber Sie werden wenigstens folgendes versprechen können: ich verlange von Ihnen, wie schon gesagt, alles zu bringen, so lang oder kurz es auch sei. Oder Sie bringen nichts.

C.R.: Ich kann eine solche Verpflichtung absolut nicht übernehmen; so etwas ist nicht möglich.

R.F.: Ich möchte kein Interview, das beschnitten wurde, ich verweigere das absolut.

C.R.: Man hat mich gebeten, Sie aufzusuchen, da Sie an den Matin geschrieben haben. Le Matin möchte wissen, was Sie zu sagen haben. Das ist alles, so einfach ist das. Ich bin gekommen, Sie zu treffen; um Sie nach dem zu fragen, was Sie uns zu sagen haben.

R.F.: Ich habe Ihnen zuvörderst geantwortet, daß ich das, was ich Ihnen zu antworten hätte, schriftlich tun werde. Und Sie wissen warum: der Gegenstand ist sehr heikel. Ich habe Ihnen sogar gesagt, daß ich es unter diesen Umständen wie Mitterand halten werde, der, wie er gesagt hat, Interviews nur schriftlich gibt. Es ist ganz offenkundig, daß ich nicht etwa Angst davor habe, über das Thema frei zu sprechen; wenn ich auf der Schriftform bestehe, so deshalb, weil ich die Entstellungen fürchte. Die erste Enstellung, die ich zu fürchten habe, ist die mittels Schnitt, mittels Kürzung. Nun, ich will das nicht! Ich will das, was ich denke, auch nicht nur im geringsten entstellt sehen. Das Thema ist zu ernst. Aber ich verstehe schon, Sie sind sehr freundlich, Sie sind gekommen, mich zu sehen und sagen mir, Sie könnten diese Verantwortung nicht übernehmen. Nun gut, ich denke, wenn ich in Paris leben würde, ginnge ich zu Ihrem verantwortlichen Redakteur und wir würden vielleicht übereinkommen. Vielleicht könnten Sie selbst - das ist ein Vorschlag, den ich Ihnen machen würde -- sich auf diese Ebene begeben und ihm sagen: so und so stehen die Dinge. Das Thema ist außerordentlich ernst, verstehen Sie, es geht nicht um einen überfahrenen Hund.

C.R.: Ich kann nicht sagen: "Einverstanden, so ist es in Ordnung", bevor ich weiß, was Sie zu sagen haben.

R.F.: Darum geht es nicht. Wenn Sie mir gefolgt sind, so wissen Sie, daß ich derartiges nicht gesagt habe. Ich sage: es gibt für sie nichts im voraus zu entscheiden.

C.R.: Ich könnte Ihnen zum Beispiel vorschlagen: schreiben Sie etwas zu zwei präzisen Fragen auf ein Blatt Papier, eine Art Notiz, eine Schreibmaschinenseite. Daß das dann unverändert so kommt, kann ich Ihnen beim besten Willen nicht versprechen.

R.F.: Hören Sie, was ich machen könnte, wäre, Ihnen auf jeden Fall den Text geben, nicht wahr? Sie haben verstanden. Ich bestehe darauf, daß unter allen Umständen dieser Text gebracht wird. Und ich sage: "Dieser Text wird nicht veröffentlicht, wenn er nicht vollständig veröffentlicht wird". Das ist der Moment, wo Sie entscheiden. Sie entscheiden, wenn Sie wissen worum es geht, nicht eher. Wenn Sie die drei maschinengeschriebenen Seiten in den Händen halten werden, in diesem Augenblick dann werden Sie Ihre Entscheidung treffen, und das wird Alles oder Nichts bedeuten!

C.R.: Das heißt, Sie werden zunächst den Text liefern, und danach wird entschieden, ob er gebracht wird oder nicht.

R.F.: Genau; dieser Text, da sind wir uns einig, das werden Ihre Fragen und meine Antworten sein. Der Titel ist äußerst wichtig, nicht wahr. Sie werden noch verstehen, warum; ich werde Ihnen das nachher noch genau erklären. Den Titel möchte ich bestimmen können.

C.R.: Damit werfen Sie alles um, was bei uns üblich ist.

R.F.: Na und; dann habe ich eben Pech gehabt, und Sie auch. Ich werfe öfter mal etwas um, was üblich ist. Der Titel gehört zu den wichtigsten Dingen, ein Titel könnte beispielsweise beleidigend sein. In der hitzigen Atmosphäre, wie sie um das Interview eines gewissen Darquier entstand, ist alles möglich. Verleumdungungen, üble Nachreden und Entstellungen aller Art; alles ist möglich und beim Titel fängt es an. Ich könnte eine Reihe von Titeln als Beispiel nennen, die schlicht und einfach ein Skandal sind.

C.R.: Was den Titel betrifft, so ist es nicht die Person, die interviewt wird, die darüber entscheidet.

Davon ausgehend, daß eine gewisse Übereinkunft erzielt wurde, hält Faurisson es für angebracht, sich vorzustellen:

[...] Ich heiße Robert Faurisson, ich bin zur Hälfte britischer Abstammung. Als Kind, während des Krieges, bin ich "Tommy" gerufen worden und auf meine Schulbank habe ich nicht - wie Eluard es zu tun vorgeschlagen hatte - das Wort "Freiheit" geritzt: Ich schnitzte "Tod für Laval" und ebenso, sobald ich deutsch schreiben konnte (denn ich war mutig): "Hitler Dreck". Ich lernte unter großem "Widerstand" meinen Lehrern gegenüber ein wenig deutsch, schrieb aber: "Hitler Dreck". Das bedeutet soviel wie "merde". Und dann hatte ich unter meinen Kameraden jemanden, der Barbot oder Barberot genannt wurde und der deutschfreundlich war, den ich heute gern noch einmal treffen würde; für jenen war der Tag, da ich mein Pult, auf dem "Tod für Laval" stand, losschrauben und es zum Abschleifen tragen mußte, ein besonderes Vergnügen. Ein Vergnügen war ihm auch, mich am gleichen Tag vor allen Kameraden lächerlich zu machen: "Eure Engländer rennen doch in der Wüste herum wie die Hasen!" Diesen Ausdruck, wissen Sie, habe ich nicht vergessen. Und dieser Barbot oder Barberot ist wenige Tage nachdem die Alliierten in Nordafrika gelandet waren und die Leute mitbekamen, daß die Dinge sich wendeten, zu mir gekommen, hat mir die Hand ausgestreckt und gesagt (ja, das waren seine Worte, entschuldigen Sie, ich glaube, ich erinnere mich seiner Worte) "Diesmal sind sie im Arsch". Ich habe ihm gesagt (zunächst aber habe ich seine Hand ausgeschlagen, so bin ich nun mal): "Aber von wem sprichst du?"

-- "Na von den Boches."

--"Wie das? Du, Barberot, sagst "Boches"?" Und der kleine Kerl hat mir auf lateinisch geantwortet -- denn wir lernten Latein --, was er wahrscheinlich am Abend zuvor von seinem Vater gehört hatte:

-- "Errare humanum est: perseverare diabolicum." Sie wissen, was das heißt: "Der Irrtum ist menschlich, das Verharren im Irrtum teuflisch". Ich bin überzeugt, daß Barberots Vater später ein großer Widerständler geworden ist, ein großer falscher oder auch wahrhaftiger Widerständler, wie auch immer. Und ich: bis zuletzt - ich muß es sagen - war ich von diesem Haß durchdrungen, der mir in meiner Familie und durch das Radio eingeflößt wurde. Ich konnte nicht nur Laval nicht ertragen, sondern auch Darlan nicht, der für mich eine Art rotes Tuch war, und so ist es bis zum Ende weitergegangen. Ich will Ihnen eine andere kleine Episode erzählen, die mir keineswegs Ehre macht, aber ich erzähle es Ihnen. Ich befand mich im August 1944 im Urlaub in einem kleinen Dorf La Péruse in der Charente. Ich hatte mich auf das Fensterbrett gestützt; neben mir war mein Bruder, der etwas jünger ist als ich; mein Bruder und ich, wir sahen einen Typ mit bloßem Oberkörper die Straße entlangkommen, dahinter ein F.F.I. mit Bajonett. Ich wende mich zu meinem Bruder und sage: "Aber worauf wartet er, warum legt er dieses Schwein nicht um?" Denn mir brauchte man keine Vorträge halten, brauchte man keine Reden halten. Da er vor der Spitze eines Bajonetts ging, war er zwangsläufig ein Collabo. Ein Collabo war ein Hund, ein Collabo gehörte umgelegt. So war ich. Und ich finde, man muß hart sein im Leben, im Moment des Kampfes; wenn der aber zu Ende ist (und der Nazismus ist tot, er ist am 30.4.1945 gründlich verstorben und zu Ende: man braucht mir nichts von Geschichte zu erzählen) dann ist das fortgesetzte Halali nicht meine Stärke. Dann ergreife ich eher die Partei des Hirsches. Das ist meine Art mich zu verhalten, bei Herzensangelegenheiten und in der Politik. Und ich will Ihnen sagen, was ich während des Algerienkrieges gemacht habe. Das ist eine Sache, die sich nachprüfen läßt. Ich habe für das Komitee von Maurice Audin gespendet, ja, aber später habe ich einen Kameraden verteidigt, der im Verdacht stand, der OAS anzugehören. So pflegen die echten Briten sich zu verhalten. Ich weiß, daß das manchmal etwas schwer zu verstehen ist. Und ich kann es absolut nicht ausstehen, eine Leiche bespuckt zu sehen und frage immer nach den Gründen, warum eine Leiche bespuckt werde. Ich empfinde diese Einmütigkeit im Fall Darquier de Pellepoix als bedrückend. Darquier de Pellepoix, das ist genau die Art von Mann, dessen Hinrichtung mich zu Kriegszeiten erfreut hätte. Ich, ich habe mich gefreut, als ich hörte, man habe Philippe Henriot niedergeschossen. Als ich im englischen Radio, dessen Worte ich in mich hineinsaugte, hörte: "4000 Tonnen Bomben auf Hamburg", sagte ich: "Das ist ausgezeichnet, aber warum waren es nicht 8000 Tonnen?" Daß Alte, Frauen und Kinder im Phosphor brieten, ich fand es in Ordnung. Die 625 Toten von Oradour erregten meinen Zorn; Dresden (die Lazarettstadt, die Kunststadt, das Florenz an der Elbe) mit seinen wahrscheinlich 135000 Toten, das fand ich normal, das fand ich ausgezeichnet.

Von diesem Selbstporträt findet sich natürlich im Artikel des Journalisten nichts wieder. Faurisson legt im folgenden die Motive für seine Forschungen wie auch deren Ergebnisse dar. Der Journalist ist schockiert (was man verstehen kann) und beginnt, herumzuwitzeln (was weniger nachvollziehbar ist):

C.R.: Also die Leute, die sich im Vel-d'Hiv befanden, die sind von dort zum Spazieren gegangen und sind alle wieder zurückgekommen.

R.F.: Sie sollten mir die Frage in einem anderen Ton stellen.

C.R.: Wen wollen Sie damit überzeugen? Was wollen Sie beweisen? Daß es keine Juden gegeben habe, die man deportierte, daß...

R.F.: Also, dann muß ich noch einmal von vorn anfangen. Aber vor allem haben Sie sich einer gewissen Höflichkeit zu befleißigen, ansonsten werde ich Ihnen nicht antworten. Damit das klar ist! Wenn nicht, können wir gleich aufhören. Also, ich sage folgendes: ich denke in bezug auf die Deportierten das, was beispielsweise... ich will die Namen nicht nennen, denn dann liefe das sofort in die falsche Richtung. Also ich denke folgendes: Sehen Sie sich alles an, was es wahrhaftig an Leid gab. Es ist eine Tatsache, daß Leute wegen ihrer religiösen Zugehörigkeit oder rasssischen Abstammung verfolgt wurden. Für die einen konnte dieses Schreckliche darin bestehen, daß sie ihren Beruf verloren. Für andere, interniert zu werden. Für andere, von ihrer Familie getrennt zu werden. Für andere, deportiert zu werden. Für andere, deportiert und später interniert zu werden, unter oft sehr harten Bedingungen zu arbeiten, oft schlecht ernährt zu werden, aller Art Epidemien ausgesetzt zu sein. Der Typhus hat in Bergen-Belsen riesige Verwüstungen angerichtet, daher die Leichenberge, die man uns von dort zeigt. All diese Dinge hat es gegeben. Auch die Kriegshandlungen dürfen im übrigen nicht vergessen werden, die dazu führen können, daß jemand aufgrund seiner Handlungen ein Risiko eingeht, daß er sich am Widerstand beteiligt. Damit ist er ein Kriegsteilnehmer geworden. Ich wäre einer geworden, wäre ich zwei Jahre älter gewesen, da können Sie sicher sein.

C.R.: Wie alt waren Sie damals?

R.F.: 1944 war ich 15 Jahre alt. All diese Geschichten sind wahr und schrecklich genug. Also, was werde ich auf Ihre Frage (die ich mir etwas weniger agressiv gewünscht hätte) antworten? Worum es mir geht, ist jene bescheidene Sache, die sich Suche nach der Wahrheit nennt, die sich Genauigkeit nennt, denn ich finde, es ist nicht schön, es ist nicht schön, zu lügen; diese Art von Sex-Shop-Nazismus, den Sie derzeit und schon seit langem beobachten können, ist nicht schön. Diese Neugier für Adolf ist von der absolut ungesunden Art. Mich berührt Adolf, seine Ideen, seine Person, nicht mehr als Napoléon Bonaparte. Stalin war kein Gott und Hitler nicht der Teufel, der plötzlich aufgetaucht ist. Nein! Und ich bin mit dem, was mich interessiert, gewiß kein böser Onkel!

C.R.. Also: hat Hitler Juden getötet, ja oder nein?

R.F.: Hitler hat niemals einen Befehl zum Töten gegeben. Hören Sie gut zu, das sind wichtige Worte, die ich Ihnen jetzt sage: Niemals hat Hitler den Befehl gegeben, Leute aufgrund ihrer Rasse oder ihrer Religion zu töten. Was er immer wieder gesagt hat, ist: Die Juden wollen unseren Tod, und wir den ihren ...

C.R.: Das ist schon nicht übel...

R.F.: Nun, schließlich...

C.R.: Aber die "Endlösung"?

R.F.: Die "Endlösung", da Sie mich danach fragen...

C.R.: Als ob es die nicht gegeben hätte!

R.F.: Die "Endlösung" hat es sehr wohl gegeben.

C.R.: Und was ist das, die "Endlösung"?

R.F.: Die "Endlösung" oder "Gesamtlösung" bedeutete, daß für die Juden die Zwangsverschickung vorgesehen war. Zuerst nach Madagaskar. Sie wissen, worum es sich bei dem Madagaskarprojekt handelt. Ich habe die Unterlagen dazu. Als schließlich der Krieg ganz Europa erfaßt hatte, war davon keine Rede mehr; in diesem Augenblick hieß es: die Juden so weit als möglich von Europa entfernt halten, sie in eine entlegene Ecke bringen; diejenigen, die arbeiten konnten, einstweilen arbeiten lassen. Und es existiert ein Ausspruch von Hitler - falls man sich dafür interessiert, was Hitler gesagt hat -, (Sie können immer noch einwenden, Hitler erzähle Geschichten, aber schließlich, wenn Hitler Geschichten in dem einen Sinn erzählt, kann er sie dann nicht auch in einem anderen erzählen?) Hitler sagte: "Ich werde sie zwingen, einen Nationalstaat zu gründen". Und das datiert, wenn ich mich nicht irre, auf den September 1942.

C.R.: Aber was haben sie in den Lagern gemacht, in denen sie gestorben sind, in denen...

R.F.: Aber in den Lagern sind nicht alle gestorben, denn trotz alledem, von den Vereinigungen der ehemaligen Deportierten, nicht wahr, gibt es eine ganze Menge. Und in diesem Zusammenhang will ich Ihnen etwas sagen, das ich ein wenig aus dem Auge verloren habe, was aber im Hinblick auf die Zahlen von großer Bedeutung ist. Folgendes: Sie kennen sicher das Komitee zur Geschichte des Zweiten Weltkrieges. Sie wissen, daß diese Einrichtung dem Premierminister unmittelbar unterstellt ist; sie wird von Henri Michel und Claude Levy geleitet. Dort ist bereits vor langer Zeit, ich glaube, es ist jetzt mehr als zwanzig Jahre her, eine Untersuchung zu den Zwangsverschickungen durchgeführt worden -- dies nur, weil Sie so lächelnd meinten "Wollen Sie die Namen wissen?" --, eine wissenschaftliche Untersuchung, die sich Departement für Departement vorgenommen hat. Diese Untersuchung ist Ende 1973 fertiggestellt worden. Die Ergebnisse haben Sie niemals irgendwo veröffentlicht gesehen, und jetzt sage ich Ihnen warum. Dieses Komitee hat ein Papier herausgegeben, hat einen Nachrichtenbrief erstellt -- und in einer Art verteilt, die man als vertraulich bezeichnen könnte, nicht zu verwechseln mit La Revue de la Seconde Guerre mondiale --, und in diesem Nachrichtenbrief nun (es sind die Hefte 209 und 212 von Januar und April 1974, glaube ich) sagte Henri Michel: "Das abschließende Ergebnis der Untersuchung [die so viele Jahre gedauert hat, an der so viele Leute gearbeitet haben] wird nicht veröffentlich werden". Und das begründet er mit der "Angst vor Konflikten mit gewissen Vereinigungen der Deportierten": "Um keine unfreundlichen Gefühle gegenüber den Deportierten entstehen zu lassen."

C.R.: Demnach ist die Zahl der Verschwundenen wie groß?

R.F.: Sie kommen auf eine Frage zurück, zu der ich Ihnen mitteile, daß ich persönlich nicht in der Lage bin, darauf zu antworten; aber ich sage, daß es Leute gibt, denen Sie diese Frage stellen und von denen Sie verlangen sollten, nicht wahr, daß diese die Ergebnisse ihrer zu Frankreich durchgeführten Untersuchung veröffentlichen.

Im Laufe der Unterhaltung versucht der Jounalist Darquier als Köder zu benutzen (dann hätte man vielleicht "Ein neuer Darquier!" titeln können, das wäre zu schön). Die Antwort von R.F. darauf: "Herr Darqier de Pellepoix interessiert mich nicht; das ist sogar jene Art von Mensch, die ich mein Leben lang bekämpfen werde."

Das zieht also nicht; es wird ein anderer Titel gefunden werden müssen. Die Begegnung geht ziemlich übel aus.

F.R.: [...] Mein Studenten werden den Matin lesen. Bedauerlicherweise werden sie nichts zu lesen bekommen, denn ich bestehe (nicht war, ich habe es deutlich genug gesagt), ich bestehe auf einem schriftlich fixierten Interview. Sie sind doch einverstanden?

C.R.: Absolut nicht.

F.R.: Wie bitte?

C.R.: Absolut nicht; Sie haben gesprochen und ich habe Ihnen zu Beginn nichts versprochen. Ich werde von dem ausgehen, was Sie mir gesagt haben.

F.R.: Nein, nein; Sie haben mir gesagt, entschuldigen Sie, Sie haben mir sehr wohl gesagt, daß Sie in folgendem Punkt einverstanden sind - ansonsten wäre es eine sehr ernste Sache --, daß Sie mir ein schriftliches Interview gewähren, ich akzeptiere nicht... ja, das war eine Unterhaltung unter uns.

C.R.: Das habe ich nicht gesagt, Sie können sich überzeugen.

R.F.: Gut, hören Sie zu, Sie sind dabei, mich zu betrügen und das ist eine sehr schlechte, eine sehr ernste Sache: Sie haben nicht das Recht, so etwas zu tun.

C.R.: Ich werde nicht sprechen... für mich.

R.F.: Ich habe zu Ihnen im Vertrauen gesprochen, als seien wir unter uns; was Sie aber im Begriff sind zu tun...

C.R.: Glauben Sie, daß ich hier eine Stunde meiner Zeit verliere, um mit Ihnen zu diskutieren und keinen Artikel daraus zu machen, nein, das ist doch nicht möglich.

Der Artikel im Matin sollte alle Befürchtungen Faurissons bestätigen /19/. Er beginnt wie folgt: "Darquier ist nicht allein. Mancher hält das, was er zu den Vernichtslagern der Nazis sagt, schlicht für "irre"; Professor Robert Faurisson in Lyon aber unterstützt ihn." Die Einführung schließt mit einer Anspielung auf das Ende der Unterhaltung mit Claude Regent, der "zwei Stunden Interview auf Tonband aufgezeichnet hat. Wenig später verlangte Faurisson, daß es nicht veröffentlicht werde. Wahrscheinlich fürchtete er das Ungheuerliche seiner eigenen Worte." Der Journalist seinerseits fürchtete die Nichtigkeit seiner Worte nicht. Mit den Entstellungen noch nicht zufrieden, fügt er eine glatte Lüge an: er sagt, daß Faurisson "als Berater in historischen Angelegenheiten bei der Edition du Baucens, in der Nähe von Brüssel, tätig ist. Die Titel der dort veröffentlichten Bücher sprechen für sich: "Die Auschwitz-Lüge", "Die Protokolle der Weisen von Zion", "Die Wahrheit über die Affäre Joachim Peiper". Claude Regent hatte sich wohlweislich gehütet, Faurisson zu fragen, wie es sich damit verhielt. Man kann verfolgen, wie andere Zeitschriften diese Verleumdung ohne Abänderung übernehmen und Faurisson sogar zum Autor der erwähnten Werke machen, -- so Bernhard Schalscha, der den am Tag vorher im Matin erschienen Artikel für Libération ein wenig hastig übernimmt /20/. Die Krönung aber ist die Behauptung des Matin, Robert Faurisson hätte vor 1969, als er in Clermont-Ferrand lehrte, "eine Abmahnung wegen antisemitischer Äußerungen erhalten".

Um Leser zu angeln, erscheint die Frage "Ist das Tagebuch derAnne Frank echt?" (die mit dem Gegenstand der Diskussion nicht viel zu tun hat) an vier verschiedenen Stellen: in der Einführung, im Titel, zweimal im Text, und wird ein fünftes Mal in einer anderen Formulierung als Begleittext zu einem Foto von Anne Frank wieder aufgenommen, ohne daß eine einziges Mal der Sinn einer derartigen Frage erhellt würde. Wozu dient die arme Anne Frank dem Matin de Paris? Um Lieschen weinen zu machen, um die Aufmerksamkeit von dem Gesagten abzulenken. Man hat mir gesagt, es handele sich um eine sozialistische Zeitschrift; das muß ein Irrtum sein.

Der Rest des Artikels besteht aus Reflexionen von Maurice Bernadet, des Präsidenten der Universität Lyon 2, aus -- teilweise gefälschten/21/ -- Auszügen aus Faurissons Vorlesungsprogramm und aus dem Zusammenhang gerissenen Bruchstücken eines "Das Problem der Gaskammern" übertitelten Textes Faurissons. In all dem nicht ein Wort von dem, was Faurisson im Verlauf der Begegnung gesagt hat.

Dieser Artikel und seine Hirngespinste wurde vom Rest der Presselandschaft reproduziert. Faurisson feuerte sofort eine Antwort zurück. Aber ein sozialistische Zeitung wie der Matin de Paris schert sich nicht allzu sehr um ein Recht auf Gegendarstellung. Faurisson hat sich also an die Gerichte seiner Landes zu wenden. Das Gericht nimmt einen Teil dieses Antwortschreibens/22/ in seiner Argumentation wieder auf:

Ich gebe nur schriftliche Interviews. Ihr Journalist ist ausreichend in Kenntnis gesetzt worden, er hat sich erlaubt, meinen Text -- den er zudem als den eines Antisemiten vorstellte -- auseinanderzuschneiden und nach Gutdünken wieder zusammenzusetzen.

Ich interessiere mich weder für den Nationalsozialismus, der seit dem 30. 4. 1945 ein für allemal tot ist, noch für den Neofaschismus der Nostalgiker und erst recht nicht für den aufdringlichen Sex-Shop-Nazismus, wie ihn die Medien und sogar die offiziellen Geschichtsschreiber kolportieren.

Vier Jahre des Nachdenkens über die These Paul Rassiniers (des ehemaligen Deportierten, des mutigen und glaubwürdigen Mitgliedes der Résistance), vier Jahre persönlicher Nachforschung u.a. in Struthof, in Auschwitz, in Birkenau und Majdanek haben mich zu davon überzeugt, daß es sich bei den "Gaskammern" Hitlers um nichts als einen Schwindel handelt; [...] angenommen, die "Gaskammern" hätten nicht existiert, sollte man dies weiterhin verschweigen, oder sollte diese gute Nachricht nicht endlich bekannt gemacht werden?

Und das Gericht kam in dieser Angelegenheit zu folgendem Schluß:

In Anbetracht dessen, daß der Autor des Artikels mit verletztenden Worten beschuldigt wurde, die Schriften Faurissons auseinandergeschnitten und nach Gutdünken wieder zusammengesetzt zu haben, und der Letztere außerdem sein Recht auf Gegendarstellung mißbraucht, indem er die Zeitung zur Publikation eines Textes zu zwingen sucht, in welchem er das Schwergewicht auf einen "aufdringlichen Sex- Shop-Nazismus, wie ihn die Medien und sogar die offiziellen Geschichtsschreiber kolportieren" legt -- alles Betrachtungen, die keinerlei direkte Verbindung zu seinem Streit mit dem Journlisten haben --, war der Chefredakteur des Matin im Recht, die Veröffentlichung einer solchen Antwort unter Inanspruchnahme des Rechts auf Gegendarstellung zu verweigern.

Einem Journalisten genau das zu beschreiben, was er gemacht hat, nämlich einen Text auseinanderzuschneiden und willkürlich wieder zusammenzusetzen, stellt also eine Beleidigung dar. Das ist gut zu wissen. All das konnte nicht verhindern, daß der Matin wegen Beleidigung verurteilt wurde: die Geschichte mit dem Tadel wegen antisemitischer Äußerungen war ihnen nur "zu wahrscheinlich" erschienen, so daß sie auf eine Überprüfungglaubten verzichten zu können. Das Außergewöhnliche daran aber ist, daß das Gericht der Bitte, das Urteil, wie sonst üblich, zu veröffentlichen, "wegen der besonderen Umstände des Streitfalles" nicht entprach. Da haben wir also eine Zeitung, die eine Privatperson verleumdet -- diese Tatsache wird vom Gericht anerkannt -; dieser Person aber wird das Recht, öffentlich von dem, was das Gericht als einen "Beeinträchtigung der Ehre und des Ansehens" beurteilte, gereinigt zu werden, verweigert. Um welche "besonderen Umstände" mag es sich da handeln, wenn nicht um den gemeinsamen Wunsch von Journal und Tribunal, der Name Faurisson möge mit diesem Vorwurf besudelt bleiben?

In einer Art unfreiwilligem Humor veröffentlicht der Matin am Fuß derselben Seite einen Aufsatz mit dem Titel "Wie gesteht ein Unschuldiger?" Für den, der sich mit dieser alptraumartigen Geschichte befaßt, ist die Frage der von einer gewissen Zahl verantwortlicher Nazis erzielten Geständnisse von zentralem Interesse. Jede Überlegung, alle Erkenntnis im Hinblick auf den Wert von unter Bedingungen äußersten Zwanges erlangten Geständnissen, muß hier Berücksichtigung finden. Man entnimmt diesem Artikel also, daß sich die vom Abgeordneten der Neo-Gaullisten Pierre Bas geführte Arbeitsgruppe, deren Gegenstand die Untersuchung von mit der Todesstrafe verbundenen Problemen war, eine gewisse Zahl von "großen Sachverständigen" gehört hat; darunter Gilles Perrault, Monseigneur Fauchet, den Bischof von Troyes, und Abbé P. Toulat. Gilles Perrault fertigte ein Thesenpapier zur Brüchigkeit einer Zeugenaussage und darüber, "wie man gestehen kann, wenn man unschuldig ist?", mit einer Referenz an Artur London. Ich zitiere das Ende des Textes: "Die Zeugenaussage ist nicht mehr wert als das Geständnis. Die mit einer Fülle von Material belegten Ergebnisse einer Forschergruppe der Universität von Columbia sind in dieser Hinsicht niederschmetternd. Man glaubte bislang, das menschliche Auge funktioniere in der Art einer Kamera, das Gedächtnis bewahre den Film zwar nur mehr oder weniger vollständig, aber richtig. Tatsächlich ist nicht nur das Gedächtnis, sondern bereits die Wahrnehmung selektiv. Das Auge sieht das, was es zu sehenerwartet, das, was es zu sehen wünscht, das, was es logischerweise sähe." Gewiß bedarf es nicht universitärer Forschungen, um all das zu wissen. Aber übertragen Sie diese Betrachtungen aus dem Gerichtssaal auf geschichtliche Ereignisse... Was würde der Justizminister davon halten?

Es wäre müßig, all die Reaktionen, die diese Affäre in der Presse ausgelöst hat, in ihrer Gesamtheit zu recherchieren. Es träte nichts weiter als die Einsicht zu Tage, daß es nichts gab außer Verdammungesurteile und Empörung; keinerlei Information, keinerlei spontane Diskussion/23/.

Mit seinen Briefen an Le Monde aber bringt Faurisson den Ball immer wieder ins Spiel. Erster Brief vom 16.12.1978:

Verneinen Sie niemals! Weil ich wie Paul Rassinier und zwanzig andere Revisionisten die Existenz der "Gaskammern" bestritten habe, sehe ich mich seit vier Jahren von den höchsten Stellen der Universität wie ein "Nazi", ein "Irrer", wie ein "Savonarola", als ein "Jesuit", als ein "Schädling" behandelt. Vor 1974 aber wurde ich von nicht weniger offizieller Seite als der "glänzende Professor", als "einzigartiger Forscher", als mit einer "außergewöhnlichen Persönlichkeit" begabter Mann, als ein Lehrer mit "bemerkenswerten intellektuellen und pädagogischen Fähigkeiten" angesehen; meine Veröffentlichungen haben "großes Aufsehen" erregt und die Verteidigung meiner Thesen an der Sorbonne wurde als "von Geist sprühend" bezeichnet.

Am 16.11.1978 veröffentlichte eine Zeitung, der Herr Bernadet, der Präsident meiner Universität, ein Interview gewährt hatte, in einem Vorwort zu einer Montage von "Erklärungen", die ich zu der Lüge um die "Gaskammern" gegeben hatte, üble Verleumdungen zu meinen Lasten. Herr Bernadet ließ den Artikel unverzüglich öffentlich anschlagen, ein nebenstehender Anschlag forderte die verehrten Kollegen auf, sich beim Präsidenten in eine Unterschriftenliste einzutragen, mit der gegen meine "Erklärungen" protestiert werden sollte. Er seinerseits äußerte einer anderen Zeitung gegenüber, daß mein "geistiges Gleichgewicht" vielleicht "gestört" sei und daß er für meine Sicherheit nicht mehr garantieren könne. In einem Kommuniqué und später in einer Pressekonferenz denunzierte er meine "Behauptungen" als von "skandalösem Charakter"; die im übrigen "auf keiner seriösen Grundlage beruh(t)en und nichts anderes als Verachtung verdien(t)en."

In Übereinstimmung mit dem Rektor veranlaßt Herr Bernadet schließlich, daß ich meine Lehrtätigkeit bis auf weiteres einzustellen hätte. Weder der eine noch der andere setzt mich davon in Kenntnis und ich laufe geradezu in einen Hinterhalt. Universitätsfremde Elemente dringen bis in mein Büro vor. Herr Bernadet, der sich ganz in der Nähe befindet und um meine Anwesenheit dort ebenso weiß wie um das Kommen und Gehen aufgeregter Leute, tut nichts. Eine kleine Gruppe dieser Leute beleidigt mich und jagt mich durch die Gänge der Universität. Am Eingang holen sie mich ein und verprügeln mich auf dem Gehweg. Dann geht die Verfolgungsjagd, gehen die Angriffe gegen mich und einen meiner Studenten weiter. Seit drei Jahren bin ich Dozent, und wird mir dank Herrn Bernadet jede Beförderung mit der offiziellen Begründung versagt - abgesehen von dem Umstand, daß ich zwei Stunden von Lyon entfernt wohne -, ich hätte niemals etwas veröffentlicht, und dies "nach meinem eigenen Eingständnis". Um diese Beschuldigung zu stützen, reißt Herr Bernadet einen Satz aus seinem Zusammenhang, der sich in einem Brief findet, in dem ich ihm mein Erstaunen ausdrückte, mich als ein "Nazi" behandelt zu sehen, da ich doch niemals etwas veröffentlicht habe... was derartiges glauben machen könnte (ein Brief, dessen Datum vom 12.12.1975 er sogar anzugeben wagt). Diese verblüffende Bechuldigung sollte anschließend von meinem Minister und später, unlängst erst, vom Staatsrat bestätigt werden, in dessen Augen die gegen mich ins Feld geführten Gründe keineswegs "materiell unrichtig" sind (obwohl doch die Liste meiner Veröffentlichungen Bestandteil der Unterlagen zu meiner Person ist). Ich will hier die Diskussion mit Herrn Bernadet nicht weiterführen und auf weitere schwerwiegende Ungenauigkeiten, Entstellungen und Auslassungen nicht eingehen. Ich verlange eine öffentliche Diskussion zu einem Thema, dem man ganz offensichtlich ausweicht: zu dem der "Gaskammern". Von Le Monde wo ich seit vier Jahren in diesem Sinn vorstellig werde, verlange ich, daß endlich meine beiden Seiten über das "Gerücht von Auschwitz" gedruckt werden. Der Augenblick ist jetzt gekommen. Die Zeit ist reif.

Schließlich kommt, bei allem geistigen Vorbehalt auf allen Seiten - die Zeit ist vielleicht gerade dabei, zu reifen -, die Diskussion, bzw. irgend etwas an ihrer Stelle, doch noch in Gang/24/:

Das "Problem der Gaskammern" (a)

oder "Das Gerücht von Auschwitz"

Niemand betreitet die Benutzung von Krematoriumsöfen in manchen deutschen Lagern. Das häufige Auftreten von Epidemien im ganzen im Krieg befindlichen Europa erforderte die Verbrennung, beispielsweise der Typhusleichen (dazu die Fotos).

Es ist die Existenz von "Gaskammern" als Schlachthöfe für Menschen, die bestritten wird. Seit 1945 wird diese immer mehr angefochten. Die Massenmedien ignorieren das nicht mehr.

1945 behauptete die offizielle Geschichtswissenschaft, daß "Gaskammern" betrieben worden wären, im Altreich ebenso wie in Österreich, im Elsaß wie in Polen. Fünfzehn Jahre später, 1960, revidiert sie ihr Urteil: Gaskammern hätten "vor allem [?] im besetzten polnischen Gebiet" funktioniert (b). Diese einschneidende Revision von 1960 reduzierte tausend "Zeugnisse", tausend "Beweise" für angebliche Vergasungen in Oranienburg, Buchenwald, Bergen-Belsen, Dachau, Ravensbrück und Mauthausen, auf Null. Vor den englischen bzw. französischen Justizapparaten haben die Verantwortlichen von Ravensbrück (Suhren, Schwarzhuber, Dr. Treite) die Existenz einer Gaskammern zugegeben; haben selbst, wenn auch undeutlich, deren Funktionsweise beschrieben. Vergleichbares Szenario für Ziereis, Mauthausen, oder für Kramer in Struthof. Nach dem Tod der Schuldigen entdeckt man, daß es diese Vergasungen niemals gegeben hat. Wie brüchig sind Zeugenaussagen und Geständnisse!

Die "Gaskammern" in Polen -- man wird es schließlich zugeben müssen - sind nicht realer. Es sind die polnischen und sowjetischen Justizapparate, denen wir unsere Informationen darüber im wesentlichen verdanken (man vergleiche dazu das haarsträubende Bekenntnis von R. Höß: "Kommandant in Auschwitz"). Der Besucher von heute entdeckt in Auschwitz oder Majdanek als "Gaskammern" Örtlichkeiten, in denen jede Vergasung sich zu einer Katastrophe für die, die sie durchführten, wie auch für die Umgebung entwickelt hätte. Eine kollektive Hinrichung mittels Gas - angenommen, daß so etwas möglich wäre -- ist nicht mit einem Selbstmord durch Gas oder mit einem Unfall zu vergleichen. Um nur einen einzigen Gefangenen zu vergasen, dem Hände und Füße gebunden sind, setzen die Amerikaner ein technisch aufwendig bereitetes Gas ein, und dies in einem sehr kleinen Raum, aus dem das Gas nach dem Einsatz abgesaugt und neutralisiert wird. Außerdem, wie hätte man in Auschwitz beispielsweise in einen Raum von 210 Quadratmetern (!) 2000 Menschen (und sogar 3000) hineinbringen können, um schließlich über ihnen ein Granulat des verbreiteten, hochwirksamen Insektizides Zyklon B auszuschütten (!); um schließlich, unmittelbar nach dem Tod der Opfer, in den mit Blausäure gesättigten Raum ein Kommando zum Herausziehen der von Blausäure durchdrungenen Leichen zu schicken, das keine Gasmasken trägt? Allzu wenig bekannte Dokumente (c) zeigen im übrigen: 1. daß der Raum, den die Deutschen vor ihrem Abzug gesprengt haben sollen, nichts als ein typischer Leichenkeller war, zum Schutz vor der Wärme in die Erde eingelassen und mit einer einzigen kleinen Tür als Ein- und Ausgang versehen; 2. daß das Zyklon B nur durch eine äußerst starke Ventilation zu entfernen war und daß dessen Entlüftung mindestens 21 Stunden in Anspruch nahm. Während man im Hinblick auf die Krematorien von Auschwitz über Tausende von Dokumenten verfügt, bis auf den Pfennig genaue Rechnungen eingeschlossen, besitzt man zu den "Gaskammern", die doch neben diesen Krematorien gelegen haben sollen, weder einen Bauauftrag, noch eine Studie, weder eine Bestellung, noch einen Plan, nicht eine Rechnung, nicht ein Foto. In hundert Prozessen (in Jerusalem, Frankfurt usw.) konnte nichts vorgelegt werden.

"Ich war in Auschwitz. Es gab dort keine "Gaskammer". Entlastungszeugen, die es wagen, diesen Satz auszusprechen, werden kaum angehört. Sie werden von der Justiz verfolgt. Wer auch immer zugunsten von T. Christophersen, des Autors der "Auschwitz-Lüge", in den Zeugenstand trat, riskierte noch 1978 wegen "Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener" bestraft zu werden.

Nach dem Krieg erklärte das Internationale Rote Kreuz, (das das "Gerücht von Auschwitz" (d) hatte untersuchen lassen) erklärte der Vatikan (der über Polen so gut informiert war), erklärten die Nazis, die Kollaborateure, sie alles sagten, zusammen mit vielen anderen: "Die Gaskammern? Wir wußten davon nichts." Aber wie kann man von Dingen etwas wissen, wenn diese nicht existiert haben?

Der Nazismus ist tot, ist absolut tot, zusammen mit seinem Führer. Die Wahrheit aber lebt. Wagen wir, sie auszusprechen. Die Nichtexistenz der "Gaskammern" ist eine gute Nachricht für die arme Menschheit. Eine gute Nachricht, die noch länger verborgen zu halten ein Fehler wäre (e).

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(a) Der Ausdruck stammt von Frau Olga Wormser-Migot: Le Systeme concentrationnaire nazi, 1933-1945, Paris 1968, P.U.F., S. 541.

(b) "Keine Vergasung in Dachau", von Dr. Martin Broszat, in: Die Zeit, Nr. 34, vom 19.8.1960, S. 16.

(c) Zum einen Fotos des Auschwitz-Museums (neg. 519 und 6228); zum anderen Dokumente aus Nürnberg (NI-9098 und NI-9912)

(d) Internationales Rotes Kreuz: Dokumente zur Tätigkeit des IRK zugunsten ziviler Gefangener in den deutschen Konzentrationslagern (1939-1945), 2. Auflage, Genf Juni 1946, Serie Nr. 1, S. 91 und 92: in Auszügen wird das Dokument Nr. 9925 "Besuch eines Delegierten des CICR beim Kommandanten des Lagers Auschwitz (September 1944)" reproduziert (ich verfüge über eine vollständige Kopie des als vertraulich eingestuften Textes). Ein wichiger Satz dieses Dokuments ist im Buch von Marc Hillel: Les Archives de l'espoir, Paris 1977, Fayard, auf Seite 257 um drei wichtige Worte verkürzt wiedergegeben, und der noch wichtigere Satz: "Die Gefangenen selbst haben davon nicht gesprochen", fehlt ganz.

(e) Unter den zwanzig Autoren, die die Existenz der "Gaskammern" bestreiten, wollen wir den ehemaligen Deportierten Paul Rassinier nennen: Le Véritable Proces Eichmann, Paris 1962, Les Sept Couleurs, vertrieben durch M. Bardeche, 5 rue Rataud, Paris 5; sowie, und vor allem, den Amerikaner A. R. Butz für sein bemerkenswertes Buch, The Hoax of the Thwentieth Century, ("Der Jahrhundert-Betrug") Southam (GB) 1976, Ladbroke, Historical Review Press.

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Die selbe Seite enthält die Zurückweisung durch Georges Wellers, einen Spezialisten:

Beweise im Überfluß

Herr Faurisson hat herausfordernd erklärt: "Ich fordere jedermann auf, mir die geringste Spur eines Beweises zur Existenz einer Gaskammer" in den Konzentrationslagern der Nazis zu bringen.

Man muß wissen, daß die Gaskammern in den Lagern, in denen die Juden und die Zigeuner vernichtet wurden (Auschwitz, Belzec, Majdanek, Sobibor, Treblinka) von den Deutschen vor Kriegsende zerstört wurde, mit der einzigen Ausnahme Majdaneks.

Das heißt, es geht keineswegs um "die geringste Spur eines Beweises", sondern um Beweise im Überfluß, deren es dreierlei Art gibt: a) deutsche Archive; b) Zeugenaussagen ehemaliger SS-Angehöriger; c) Zeugenaussagen ehemaliger Häftlinge.

In bezug auf Auschwitz beispielsweise ist im Schriftverkehr der mit der Vervollkommnung der vier Gaskammern von Auschwitz II (Birkenau) befaßten Unternehmen -- vier Gaskammern, die jene im Frühjahr 1942 "handwerklich betriebenen" (die "Bunker" in der Lagersprache) ersetzen sollten -- von einer "Bestellung einer Begasungskammer" die Rede usw. Es ist daher grotesk, behaupten zu wollen, es habe in Auschwitz keine Gaskammern gegeben, wie es der, selbstverständlich von Faurisson zitierte, "Zeuge" Christophersen tut, der diese 1944 in Auschwitz I, in Raisko, in Bielitz suchen gegangen ist, wo sich keine befanden. Nach Birkenau (Auschwitz II), wo sich diese in einer für alle Fremden verbotenen Zone befanden, ist er einmal gegangen, um einhundert für Raisko bestimmte Gefangene zu übernehmen, und er hat nichts gesehen. Entsprechend sieht sein "Zeugnis" von 1973 dann auch aus!

Die ganze Frage besteht darin herauszubekommen, ob diese Gaskammern für die "Läuse" gedacht waren, wie es Darquier sagt, und wie Faurisson es zu denken scheint, der schreibt, Zyklon B sei ein hochwirksames Insektizid (Hervorhebung von ihm), oder für Menschen.

Was die Läuse betrifft, so gibt es diesbezüglich keinerlei positiven Hinweis. Umgekehr gibt es, auf menschliche Wesen bezogen, einen Überfluß an Beweisen.

Man lese beispielsweise nur im Tagebuch des SS-Arztes Professor Kremer, das am 12.8.1945 in seiner Wohnung gefunden wurde, was dieser dort über die Zeit, als er in Auschwitz war und dort an einer Selektion für die Gaskammer (Sonderaktion) teilnahm, berichtet: "2.9.1942: Zum 1. Male um 3 Uhr früh bei einer Sonderaktion zugegen. Im Vergleich hierzu erscheint mir das Dante'sche Inferno fast wie ein Komödie. Umsonst wird Auschwitz nicht das Lager der Vernichtung genannt! 12.10.1942: ...in der Nacht noch bei einer Sonderaktion aus Holland (1600 Personen) zugegen. Schauerliche Scene vor dem letzten Bunker!... 18.10.1942: Bei naßkaltem Wetter heute Sonntagmorgen bei der 11. Sonderaktion (Holländer) zugegen. Gräßliche Szenen bei drei Frauen, die ums nackte Leben flehen." Handelt es sich um Läuse oder um Menschen?

Im Vergleich dazu notiert Kremer: "1.9.1942:... Nachmittags bei der Vergasung des Blocks mit Zyclon B gegen die Läuse". Hier ist weder von einer "Sonderaktion", noch von Dante'schem Inferno, weder von schauerlichen oder gräßlichen Szenen, noch von Vernichtung die Rede....

Am 29.1.1943 erwähnt der Chefkonstrukteur von Auschwitz in einem Schreiben an den Chef der Zentralverwaltung der SS in Berlin, den Bauzustand des Krematoriums II in Birkenau betreffend, einen Kremierungsofen, einen Leichenkeller und einen Vergasungskeller. Und das alles für die Läuse?

Im Juli 1945 und im März 1946 haben zwei wichtige SS-Leute (Perry Broad, ein führender Angehöriger der Politischen Abteilung und Rudolf Höß, Kommandant von Auschwitz) vor britischen Behörden - und ohne von der Aussage des anderen Kenntnis zu haben - die Gaskammern und ihre Funktionsweise in Birkenau detailliert beschrieben; der letztere tat dies dann später auch vor dem Internationalen Gerichtshof und keineswegs erst vor den "polnischen und sowjetischen Justizapparaten". In der Folgezeit haben acht SS-Leute, die im Zusammenhang mit den verschiedenen Auschwitz-Prozessen als Zeugen befragt wurden, bekannt, die Gaskammern in Birkenau mit ihren eigenen Augen in Funktion gesehen zu haben. Von mehreren Dutzend Angeklagten hat nicht einer deren Vorhandensein geleugnet, sondern lediglich die persönliche Beteiligung an den Vergasungen.

Fünf aus Auschwitz zwischen 1943 und 1944 geflüchtete, darunter ein polnischer nichtjüdischer Offizier, haben die Gaskammern von Birkenau beschrieben, und deren Berichte sind mitten im Krieg mit Hilfe des Executive Office of War Refugee Board beim Präsidenten der USA im November 1944 mit der Bemerkung veröffentlicht worden: "Das Amt hat allen Grund zu der Annahme, daß diese Berichte eine genaue Beschreibung der schrecklichen Ereignisse in diesen Lagern bieten".

Auf der anderen Seite sind bei genauen Untersuchungen des Geländes von Birkenau vier Manuskripte von Mitgliedern des Sonderkommandos, das mit der Reinigung der Gaskammern und dem Abtransport der Leichen zu den Krematorien beauftragt war, gefunden worden, die diese zu vier verschiedenen Zeiten, jeweils kurz vor ihrem Tod vergraben hatten. In all diesen Grabesbotschaften ist von den Gaskammern und deren Funktionsweise die Rede. Nach Kriegsende haben vierzehn von den wenigen Überlebenden der Sonderkommandos von Birkenau ihrerseits nahezu identische Beschreibungen dieser Kammern geliefert. Bliebe noch anzumerken, daß die Drohung, seine Tage in der Gaskammer von Birkenau zu beenden, zum Arsenal der Disziplinarmaßnahmen dieses Lagers und seiner Bewacher gehörte und jedem Häftling nur zu deutlich bewußt war.

ANMERKUNGEN

19. Le Matin vom 16.11.1978.

20. Libération vom 17.11.1978. Er schließt seinen Artikel mit einer scheinheiligen Denunziation: "Sollten sich zu Faurissons Vorlesung über Französische Literatur des 20. Jahrhunderts am Montag um 14.00 Uhr im Institut am Quai Claude-Bernard, Saal 12, nicht noch andere als die gewöhnlichen Studenten einfinden?" Bravo, Libération! Eine identische Bemerkung erscheint im Quotidien du peuple vom 18.-20.11.1978.

21. Einem das Werk von A. R. Butz, The Hoax of the XXth Century behandelnden Text fügt C. Regent hinzu, es wäre von Francois Duprat, einem führenden Rechtsextremisten, der kürzlich ermordet wurde, ins Französische übersetzt worden. Eine reine Erfindung; die Arbeit ist bislang nicht übersetzt.

22. Urteil vom 2.5.1979; (1. Kammer, 1. Sektion)

23. Wie René Frank, Präsident einer Vereinigung von Lehrern, die sich "Freunde Israels" nennt, bemerkt, "läßt sich gegenüber neo-nazistischen Wissenschaftlern ein Gespräch über den Nazismus nicht improvisiert führen" (Le Figaro, 18.5.1979).

24. Le Monde, vom 29.12.1978.


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Zweiter Teil, Kapitel 3, Teil 1, "Der Skandal bricht los" von Historische Warheit oder Politische Wahrheit ? Die Macht der Medien : Der Fall Faurisson, Berlin, 1994, Verlag der Freunde, Postfach 350264, 10211 Berlin, S. 5-21. Übertragung aus Französisch von Andreas Wolkenpfosten. ISBN 3-9803896-0-X. Es ist besser das Buch von den Verlag zu kaufen.

Originalausgabe : Serge Thion, Vérité historique ou vérité politique, Paris, La Vieille Taupe, 1980.



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